Ablöse gefordert

Tennis: Machtkampf um Damen-Boss Simon eskaliert

Tennis: Machtkampf um Damen-Boss Simon eskaliert
© Getty
Nach den total verpatzten WTA-Finals stellt US-Ikone Martina Navratilova öffentlich klar, dass der Damen-Boss Steven Simon seinen Job nicht mehr behalten kann.
OE24 auf Google bevorzugen

"Für mich ist das ein Frauen-Verband, und ich bin seit Beginn involviert, und wir hatten seither nur zwei Frauen an der Spitze. Es wäre Zeit für eine Frau. Wir haben viele, die für diesen Job qualifiziert sind. Es wird schwer für Steve, seinen Job zu behalten, denn irgendwie deutet derzeit alles in eine andere Richtung", meinte die 67-Jährige. Grund für die Aufregung ist unter anderem die Vergabe des mit 9 Millionen Dollar dotierten "Masters" nach Cancun, die überhaupt erst zwei Monate zuvor fixiert worden war.

Finals stiegen in der Regen-Saison

Die Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka hatte sich schon nach dem ersten Gruppenspiel bitter über die Platzbedingungen beklagt und gemeint, sie fühle sich "respektlos" behandelt wegen der niedrigen Anforderungen an die Organisation eines solch wichtigen Events. "Die Spielerinnen haben sich angepasst, sie mussten es", erklärte Navratilova. "Aber in der Regensaison nach Cancun kommen? Man kann nicht darauf hoffen, dass es beim wichtigsten WTA-Turnier einfach nicht regnen wird."

Boss verweigerte Pressanfragen

Simon hatte sich Presseanfrage nicht gestellt, hatte aber in einem geleakten Brief an die Spielerinnen Verantwortung übernommen und die späte Vergabe an Cancun mit "einer Vielzahl an komplizierten Faktoren" begründet. Schon davor hatte es allerdings wegen anderer Dinge Beschwerden über die Art, wie Spielerinnen behandelt werden, gegeben. In einem WTA-Statement vom vergangenen Freitag an Reuters wurde mitgeteilt, dass die WTA weiterhin auf die Spielerinnen hören werde, welche Richtung die Tour nehmen werde.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden