FA-Cup
Brutalo-Foul überschattet Weiterkommen von Glasner-Team
Der 3:1-Heimerfolg des Teams von Trainer Oliver Glasner gegen den Zweitligisten Millwall war allerdings von einer Kopfverletzung von Stürmerstar Jean-Philippe Mateta überschattet. Der Franzose war von Millwall-Torhüter Liam Roberts bei einem Klärungsversuch mit hochgestrecktem Bein am Kopf getroffen worden. Bei seiner Behandlung riefen Millwalls Fans: "Lasst ihn sterben!"
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Mateta wurde mit Sauerstoff versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Äußerungen der berüchtigten Millwall-Anhänger riefen in britischen Medien, darunter beim Kommentator der BBC, eine Welle der Entrüstung hervor. Roberts sah für seine Kung-Fu-Aktion nach Durchsicht der Videobilder früh die Rote Karte (8.). Glasner, der seine aktive Karriere im Sommer 2011 selbst nach einer schweren Kopfverletzung beendet hatte, wollte dem Millwall-Goalie keine Absicht unterstellen. "Aber wenn man mit dieser Intensität und dem Fuß in der Höhe zu einem Ball geht, das kann man nicht machen", meinte der Oberösterreicher. "Es ist zu gefährlich. Es war ein fürchterliches Foul."
Glasner: "Ohr sieht fürchterlich aus"
Laut Glasner sei Mateta bei Bewusstsein, nachdem der 27-Jährige mit den Stollen seitlich am Kopf getroffen worden war. "Sein Ohr sieht fürchterlich aus", sagte der Crystal-Palace-Coach. "Es ist eine sehr schwere Verletzung. Wir hoffen alle das Beste für ihn." Man sei trotz des sportlichen Erfolges nicht wirklich glücklich. Glasner: "Es ist großartig, ins Viertelfinale einzuziehen, aber wenn man einen Spieler verliert, speziell mit einem Foul wie diesem, hat man zwei unterschiedliche Gefühle im Bauch."
Crystal Palace führte durch ein Eigentor (33.) und einen Treffer von Daniel Munoz (40.) 2:0, Millwall gelang durch Wes Harding kurz vor der Pause der Anschlusstreffer (45.+14). Für die Entscheidung sorgte der für Mateta eingewechselte Eddie Nketiah (81.).
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