"Einziges Reisebüro"

Minister reisten um 2,2 Millionen Euro

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Die Alpenrepublik ist weniger provinziell, als man denkt: 2009 reisten Minister um 2,2 Mio. Euro – insgesamt verflogen die Ressorts 7,3 Mio.

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Das macht keinen schlanken Fuß: Mit exakt 2.155.668 Euro und 22 Cent schlugen die Auslandsaufenthalte von Regierungsmitgliedern und Kabinettsmitarbeitern im Vorjahr zu Buche. Das geht aus einer Anfrage von BZÖ-Mann Gerald Grosz hervor.

Die Poleposition bei Reisespesen übernimmt naturgemäß VP-Außenminister Michael Spindelegger. 51-mal war er 2009 zumeist in diplomatischer Mission unterwegs. Kosten: 557.763 Euro und 12 Cent. Die gesamten Flugkosten des Außenressorts – also inklusive der Spitzenbeamten – erleichterten das Steuersäckel um 1,042 Mio. Euro.

Business-Reisen.
Platz 2 im Minister-Ranking geht an VP-Finanzminister Josef Pröll. Seine Reisespesen belaufen sich auf 394.470 Euro und 41 Cent. Insgesamt kam sein Ressort auf Flugkosten von mehr als einer Mio. Euro. Allerdings: Prölls privater Mauritius-Aufenthalt ist natürlich nicht darunter. Die 41 Auslandsreisen betrafen ausschließlich Arbeitstreffen und Finanzgipfel. Platz 3 geht an Kanzler Werner Faymann und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, deren Reisekosten von 276.905 Euro und 67 Cent im Kanzleramt gebündelt werden.

„Außenminister“ Darabos.
SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos verflog „nur“ 115.000 Euro – sein Ressort gab aber mit rund 1,1 Mio. Euro am meisten für Flüge aus. „Wir haben Soldaten im Ausland und Militärattachés, sind also, wenn man so will, ein kleines Außenamt“, heißt es aus seinem Büro.

„Reisebüro Regierung“. Für BZÖ-Mann Grosz sind die Millionenspesen ein Skandal: „Die Regierung ist ein einziges Reisebüro.“

Reisesucht der Regierungsmitglieder 2009

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