Cop wegen schweren Betrugs in Wien vor
Ex-Goalie verzockte Polizisten-Ersparnisse
Wien. Ein sonderbarer Fall von gewerbsmäßigem schwerem Betrug wurde am Freitag am Landesgericht für Strafsachen verhandelt: Ein ehemaliger, und schon da nicht sonderlich erfolgreicher Fußballprofi (Ersatztormann in der 2. Liga) sowie nunmehriger Polizist (dazwischen Staubsaugervertreter) soll in Täuschungsabsicht die Ersparnisse etlicher Polizeikollegen herausgelockt und das Geld verzockt haben, indem er damit Währungsspekulation betrieb. 27 Geschädigte sind von der Anklage umfasst. Schaden: 219.000 Euro.
Seine „Spezialiät“: Forex-Trading. Dabei werden zwei Währungen gegeneinander gehandelt, der Kauf der einen resultiert im gleichzeitigen Verkauf der anderen. „Ich habe gedacht, er hat mehr Talent als ich. Ein Irrtum, ein Wahnsinn“, sagte ein junger Beamter als Zeuge aus. Der glücklose Spekulant und Kollege zeigte sich nicht geständig. Die Kollegen-Gelder seien ausnahmslos auf ein Handelskonto geflossen, das pleiteging. Und das eigene Vermögen habe er ausnahmslos verspielt. Jetzt hat er nur noch Mietwohnung und Auto. Das Urteil: 20 Monate bedingt. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, wäre Amtsverlust die Folge.
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden