Behörden-Versagen macht sie wütend
Eltern der ermordeten Leonie: "Warum waren die noch da?"
NÖ. Unfassbare Trauer und Wut: In dieser Gefühlshölle befinden sich die Eltern der 13-jährigen Leonie. Die Gedanken an den grausamen Tod ihrer geliebten Tochter quälen Mutter Melanie P. (40) und Vater Hannes W. (39).
ÖSTERREICH sprach mit dem Anwalt der Familie, Florian Höllwarth. Die Mutter sagte ihm: „Ich habe niemals geglaubt, dass es sich um Leonie handeln könnte.“ Erst anhand von Fahndungsfotos habe die 40-Jährige ihre Tochter erkannt. Am Kapuzenpulli, den Schuhen, der Hose. Für die Mutter brach eine Welt zusammen.
Quälende Fragen. Und es ist vor allem eine Frage, die den beiden immer und immer wieder in den Kopf schießt: „Warum war der Typ überhaupt noch da und wurde nicht abgeschoben?“, fragt sie.
Ihre Tochter würde noch leben, wäre hier von den Behörden anders vorgegangen worden. Da sind sich Melanie P. und Hannes W. sicher.
»Leonie war sehr früh, sehr selbstständig«
„Keine Beziehung.“ Sicher sind sie sich auch, dass ihre Tochter keine Beziehung zu einem der tatverdächtigen Afghanen hatte, wie dieser im Verhör behauptet.
„Leonie war sehr früh sehr selbstständig. Wenn ich gewusst hätte, mit wem sie Kontakt hat, hätte ich es ihr verboten“, sagte die 40-Jährige dem Anwalt.
Leonie habe ihren eigenen Kopf gehabt. Es habe Probleme gegeben. Aber, sie hätten ihre Tochter auch zur Selbstständigkeit erzogen, ihr ein sicheres Umfeld geboten.
Umzug nach NÖ. Vor zwei Jahren, da war Leonie 11 Jahre alt, ist die Familie von einer 3-Zimmer-Wohnung in Wien-Donaustadt in ein geräumiges Haus mit Garten in Tulln in Niederösterreich gezogen. Das Mädchen hatte aber immer Sehnsucht nach ihrer gewohnten Umgebung und ihrem Freundeskreis im 22. Bezirk. Sie büxte immer wieder aus – so auch an diesem Wochenende …
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