Nach ihrem Tod

Ursuleasa hinterlässt großes Erbe

Ursuleasa hinterlässt großes Erbe
© Julia Wesely
Die klassisches Musikwelt trauert um eine große Nachwuchshoffnung.
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Sie startete als staatlich auf Leistung gedrilltes Wunderkind im kommunistischen Rumänien. Doch mit immer mehr eigenem Willen entwickelte sich die Pianistin Mihaela Ursuleasa zum soliden Klassik-Star, der international Anerkennung fand. "Meinen intuitiven Zugang zur Musik habe ich nie aufgegeben - ich bin keine akademische Pianistin", sagte die junge Frau kurz vor ihrem tragischen Tod der "Kleinen Zeitung" in einem Interview. Ursuleasa starb am 2. August in ihrer Wohnung in Wien im Alter von 33 Jahren an einer Gehirnblutung.

Temperamentvoll klassisch
Das temperamentvolle Spiel und die lyrische Begabung der charismatischen Künstlerin mit den langen dunklen Haaren begeisterten Kritiker und Publikum gleichermaßen. Ursuleasa trat mit Orchestern wie dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Mozarteum Orchester, dem London Philharmonic Orchestra und den Wiener Symphonikern auf. Sie spielte unter anderem auf renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen oder dem Lucerne Festival.

Gefühlsbetonte Pianistin
Nur wenn man als Musikerin etwas so gestalte, wie man es wirklich empfinde, werde man glaubwürdig, beschrieb sie im Interview ihren Zugang. 1978 im siebenbürgischen Brasov (Kronstadt) als Tochter eines Roma-Musikers geboren, saß sie bereits mit fünf Jahren am Klavier. Ihr Vater förderte sie spielerisch: "Zum Musizieren gezwungen wurde ich aber zunächst glücklicherweise nicht." Doch er starb, als sie im Grundschulalter war, das kleine Mädchen bekam eine sehr strenge Lehrerin: "Sie verkörperte den damals in kommunistischen Ländern üblichen Leistungsdruck quasi in Reinkultur."

Mit 12 Jahren Karriere Kick off
Mit zwölf Jahren musste sie in Wien dem Dirigenten Claudio Abbado vorspielen, damit er - so die Hoffnung der Lehrerin - viele Konzerte mit ihr veranstaltet. "Abbado aber meinte, er trete nicht mit kleinen Kindern auf, so talentiert sie auch sein mögen, und riet uns eindringlich, von einer Fortsetzung der Wunderkind-Karriere abzulassen." Ursuleasa befolgte den Rat des Dirigenten, zog sich von der Bühne zurück und setzte ihre musikalische Ausbildung in Wien fort: "Das machte mich letztlich zur soliden Pianistin."

Mit süßen 16 im Preisregen
Im Alter von 16 Jahren gewann sie den Clara Haskil-Wettbewerb von Vevey in der Schweiz und startete ihre "Erwachsenenkarriere". Dirigenten wie Daniele Gatti, Paavo und Neeme Järvi, Marek Janowski, Andris Nelsons und Marc Albrecht luden sie ein. Ihre erste Solo-CD "Piano & Forte" erschien für viele Beobachter ungewöhnlich spät, 2010 mit Einspielungen von Beethoven, Brahms und Ravel. Sie gewann damit einen ECHO Klassik in der Kategorie "Solistische Einspielung des Jahres". Ihre zweite Solo CD "Romanian Rhapsody" erschien im März 2011 und ist mit Schubert-Stücken und Werken der rumänischen Komponisten George Enescu und Paul Constantinescu eine Hommage an ihre Heimat Wien und Rumänien.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

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© APA/HERBERT P. OCZERET

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