Gelungener Auftakt

Rigoletto erobert Gars am Kamp

Rigoletto in Gars am Kamp
© www.openair.at
"Rigoletto" erfreut seit 13. Juli das Waldviertel mit kulturellem Hochgenuss.
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Mit Giuseppe Verdis "Rigoletto" bestreiten die Opern Air Festspiele in Gars am Kamp unter der Leitung des Intendanten und Regisseurs Karel Drgac ihre 23. Saison. Ein internationales Sängerensemble sowie Mitglieder der Klangvereinigung und des Orchesters des Slowakischen Nationaltheaters Bratislava unter der Leitung von Florian Krumpöck haben am 13. Juli freundlichen Premierenapplaus entgegen genommen.

Rigoletto mit bewegenden Grenzen
Die Bezeichnung "Neuinszenierung" evoziert in Gars eigentlich schon lange keine übertriebenen Erwartungen mehr, und wegen der innovativen Regie fährt wohl auch niemand hin. Hier wird zwar in grenzenüberschreitendem Geist gearbeitet, doch in Grenzen hält sich die Bewegung. Da steht der Chor eben apathisch auf der Bühne herum, da sind die Sänger offenbar so sehr mit dem Singen beschäftigt, dass sie zum Darstellen nur gelegentlich kommen. Immerhin scheinen die Stimmen, je kühler der Waldviertler Abend wird, sich immer besser aufzuwärmen. In der Titelrolle reüssiert Giuseppe Altomare durchaus auch mimisch als Hofnarr, die gebürtige Albanerin Linda Kazani als Gilda fand im Verlauf des Abends ebenfalls zu erfreulicher Verfassung, der mexikanische Tenor Jose Ortega als Herzog könnte bei allem Bemühen etwas mehr Schmelz vertragen.

Verdi-Stück mit beeindruckender Kulisse
Die imposante Burgruine, auf der in großen Lettern der Name des Werks prangt, als wär's ein Gruß aus Hollywood, spielt wie immer keine geringe Rolle für den Gesamteindruck des Garser Opernspektakels. Diesmal besteht die Kulisse - auch das Bühnenbild stammt von Karel Drgac - hauptsächlich aus verschiebbaren Elementen in den Farben Rot und Schwarz. Die Kostüme (Josef Jelinek) wirken besonders antiquiert, die Choreographie (Vladimir Necas) fällt nicht weiter auf.

Neben Rigoletto auch Musical in Gars
Zusätzlich zu den "Rigoletto"-Vorstellungen wird für 10. August ein Musicalabend "Best of Broadway" als Gastspiel des Stadttheaters Brno (Tschechien) angekündigt. Im Sommer 2013 soll "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber auf der Burgruine Gars einziehen.

Info
Alle Informationen zu Guiseppe Verdis "Rigoletto" und den Musical-Abend "Best of Broadway" erhalten Sie unter www.openair.at.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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