Im Akademietheater hat heute David Böschs „Gespenster“-Inszenierung Premiere.
Ibsen hat wieder Saison. Seine Enthüllungen über den betrügerischen Banker John Gabriel Borkman laufen gerade mit Helmuth Lohner im Theater in der Josefstadt. Im Akademietheater haben heute Ibsens Gespenster Premiere.
Der 1882 nicht in Ibsens norwegischer Heimat, sondern von einer Wandertruppe in Chicago (!) uraufgeführte explosive Krimi entlarvt das Leben eines allseits geachteten Großbürgers als verheerend verlottert: Alving hat das Dienstmädchen geschwängert, seine Frau unglücklich gemacht und seinem Sohn Syphilis vererbt. Die uneheliche Tochter fristete als Bedienstete ihr Leben in der scheinbar intakten, tatsächlich aber auf Lebenslügen basierenden Familie.
Vertraut. Zwei miteinander lange vertraute Ex-Peymann-Stars dominieren das Ensemble: Kirsten Dene als Frau Alving und Martin Schwab als moralisierender Pastor Manders.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
© APA/HERBERT P. OCZERET
"Junge Burg" spielt "Die Fledermaus (Raubkopie)"