Am 29.1 startee die Voraufführungen von „Cats“ im Theaterzelt in Wien.
Musical
Neu Marx hat ein neues Wahrzeichen: das gigantische schwarze Cats-Zelt mit den magnetisierend gelben Katzenaugen. Vergangenen Donnerstag wurde es dort, wo im Vorjahr der Cirque du Soleil residiert hatte, unter enormem Materialeinsatz aufgebaut. Heute geht die erste Preview über die Bühne. Kommenden Donnerstag ist offizielle Premiere. Gespielt wird – nach vier Verlängerungen; wegen des tollen Vorverkaufs – bis mindestens 28. Mai.
ÖSTERREICH sah die Tournee-Produktion des legendären Andrew-Lloyd-Webber-Musicals bereits in Zürich: Wenn man das Hauptzelt betritt, gewärtigt man eine spektakuläre Rundbühne, auf der sich in riesenhafte Dimensionen vergrößerte Müllberge türmen (Katzenperspektive!).
Auf dieser Halde treffen sich die kunterbunten Jellicle-Cats zum alljährlichen turbulenten Jellicle-Ball, an dessen Ende traditionellerweise eine Katze auserwählt wird, die ein neues Leben lukriert. Dieses Mal bekommt die alte Dame Grizabella die Chance, schließlich die Reise in den „sphärischen Raum“ anzutreten.
Ohrwürmer
Bis dahin folgt ein Cats-Ohrwurm auf den anderen: So singt etwa Grizabella, wenn sie sich an glamourösere Zeiten erinnert, Memory. Und wer diesen Welthit nicht schon 1984 bei der ersten Wiener Cats-Premiere gehört hat, der kennt ihn vielleicht aus dem Mund von Barbra Streisand oder Barry Manilow oder Elaine Paige …
„Cats“, erste Preview heute; Premiere am Do., 2. 2., Tickets: 01/96 0 96.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
© APA/HERBERT P. OCZERET