Anklage

Vorwurf der Intrige gegen Bono & U2

Julie Taymor und U2
© Photo Press Service/www.photopress.at
Klägerin Julie Taymor fordert 750.000 Euro Wiedergutmachung.
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Harte Bandagen werden im Rechtstreit zwischen der irischen Kult-Band U2 und der Ex-Spider-Man-Musical Regisseurin Julie Taymor nun aufgefahren. Taymor hat nämlich drastische Vorwürfe gegen die U2-Musiker Bono und The Edge aufgefahren. Im Gerichtsstreit um ihren Rauswurf hielt Taymor den beiden eine Intrige vor: Die gefeierten Rockstars und Erfinder des Musicals hätten sie entlassen, um von eigenen Fehlern abzulenken, heißt es in der Klage, die von mehreren US-Medien veröffentlicht wurde. Taymor fordert eine Million Dollar (750.000 Euro) plus Lizenzzahlungen und will auch ihren Ruf wiederhergestellt wissen. Die 59-Jährige hatte einen "Tony", quasi den "Oscar" der Musicals, für das auch in Deutschland erfolgreiche "The Lion King" erhalten.

Vorwurf der Unprofessionalität gegen Bono
Taymor wirft Bono vor, völlig unprofessionell agiert zu haben. Zu einer Arbeitsbesprechung sei er viel zu spät gekommen. Als die um 23 Uhr endlich anfangen sollte, sei der Ire mit Christy Turlington und anderen Models im Schlepptau erschienen und "nach einigen Bier" völlig unbrauchbar gewesen. Die beiden Musiker seien auch für die vielen Verzögerungen verantwortlich gewesen und hätten sie oft nicht beteiligt. Taymor will in einem Prozess beweisen, dass Bono und der Gitarrist The Edge in alle Entscheidungen, für die sie später gefeuert wurde, eingebunden gewesen seien.

Teuerste Musical der letzten Jahre
"Spider-Man: Turn Off the Dark" ist das spektakulärste Musical der vergangenen Jahre am Broadway und soll auch das mit Abstand teuerste sein. Zunächst hatte das Stück allerdings mit Pannen von sich reden gemacht. Mehrere Schauspieler verletzten sich bei den Proben. Die Premiere musste immer wieder verschoben werden. Seit dem Start im Juni, ein Jahr nach dem ursprünglich geplanten Termin, läuft das Stück aber: Laut "New York Times" spielt die 75 Millionen Dollar teure Produktion im Schnitt 1,5 Millionen Dollar die Woche ein.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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