In der Albertina wird am 5.3 André-Heller-Biografie präsentiert.
Am 22. März wird André Heller 65. Heute erscheint eine von Christian Seiler verfasste Biografie: André Heller. Feuerkopf. Anders als übliche Hagiografien, die nur über Erfolge berichten, erzählt die Heller-Bio auch von den Abstürzen und Krisen des Popstars, Zirkus-Gründers und Show-Erfinders.
Qualtinger
So schildert etwa das Kapitel über Hellers ersten großen Freund Helmut Qualtinger auch die dunklen Seiten des Bohémien-Lebens: Qualtinger „war Alkoholiker, der vom Aufstehen bis zum Schlafengehen Unmengen trank“. Für Heller, den „bösen Buben von Wien“, gipfelten diese Abenteuer in einer Gelbsucht.
Am Boden
Eine weitere Zäsur in Hellers Leben war der Selbstmord seiner Freundin Monika Krenner. „Es besteht kein Zweifel daran, dass Heller Ende des Jahres 1977 wirklich am Boden war.“ Er wurde nach dem Schlafmittel Mozambin süchtig, hatte „zeitweise in seinem Unterarm eine Dauerkanüle stecken“.
Ein Autounfall – Hellers Wagen kollidierte 1996 in Sinai mit einem trächtigen Kamel – stürzte ihn in eine lange Phase der „Verstörungen“. Heller litt an „tausenderlei Nöten“. Mit Hilfe des Schamanen Kike begann er eine spirituelle Radikalkur. Seine Ziele hießen: „Dekonstruktion des Egos. Die Fähigkeit, Dankbarkeit zu empfinden. Zu lieben, ohne Bedingungen daran zu knüpfen.“ Es half.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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