Michael Haneke und Ulrich Seidl haben Chancen auf goldene Palme.
Die Spannung in der Filmbranche steigt: Am 19. April geben die Filmfestspiele Cannes die Teilnehmer der 65. Festivalausgabe von 16. bis 27. Mai bekannt. Chancen für die Teilnahme am Wettbewerb und in den renommierten Nebenschienen dürfen sich auch Österreicher machen: Michael Haneke, der die Goldene Palme 2009 mit nach Hause nahm, steht mit "Amour" auf den Favoritenlisten, Ulrich Seidl hofft auf Wohlwollen für zumindest einen Teil seiner "Paradies"-Trilogie.
Über 1.700 Filme eingereicht
"1.700 Spielfilme wurden eingereicht - wir werden zu 1.650 Nein sagen und zu 50 Ja", so Festivalleiter Thierry Fremaux gegenüber französischen Medien. Im Vorjahr wurden 49 Filme aus 33 Ländern gezeigt. "Es ist einfach, sich Favoritenlisten zu überlegen", so Fremaux. "Die großen Filme, die großen Regisseure, die Erscheinungsdaten", doch die einzige tatsächliche Liste bestünde derzeit in seinem Kopf.
Michael Haneke gilt als sicherer Starter
Als Fixstarter werden etwa "On the Road", die Jack-Kerouac-Adaption von Walter Salles, mit Kirsten Dunst und Viggo Mortensen, "Low Life" des Briten James Gray mit Marion Cotillard, oder David Cronenbergs "Cosmopolis" mit Robert Pattinson gehandelt. Auch Michael Hanekes "Amour" mit Isabelle Huppert gilt als sehr wahrscheinlicher Teilnehmer. Ganz fix ist bisher aber nur der Eröffnungsfilm: Wes Andersons "Moonrise Kingdom" mit Bruce Willis, Edward Norton und Bill Murray. Präsident der Jury wird dieses Jahr wieder Nanni Moretti sein.
Die Top-Filmstarts 2012
"Maniac": Horrortrip mit Ex-Hobbit Elijah Wood Elijah Wood ist ein Schauspieler, den man leicht unterschätzt. Millionen Zuschauer kennen ihn als tapferen, tugendhaften Hobbit Frodo Beutlin aus der "Herr der Ringe"-Trilogie, eine Lichtgestalt umgeben von finsteren Mächten. Dabei kann der 1981 geborene, viel beschäftige Mime viel mehr als nur Fantasy. In Ang Lees Ensemblefilm "Eissturm" war er ebenso dabei wie in der Literaturverfilmung "Alles ist erleuchtet". Mit dem äußert expliziten, blutrünstigen Horrorfilm "Maniac" erobert Wood nun ein ganz neues Terrain. Ab 27. Dezember im Kino.
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Bildgewaltiges Fantastik-Epos: "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger"Was könnte schlimmer sein, als bei einem Schiffsunglück seine gesamte Familie zu verlieren und als einziger Überlebender in einem Rettungsboot auf dem offenen Pazifik zu treiben? Dieses Rettungsboot auch noch mit einem verletzten Zebra, einem Orang-Utan, einer Hyäne und nicht zuletzt einem ausgewachsenen bengalischen Tiger namens Richard Parker zu teilen. Das geschieht Pi Patel (Suraj Sharma), dem Sohn eines indischen Zoobesitzers, als der Transportfrachter, der Pi und seine Familie nach Kanada bringen sollte, kentert und ist Ausgangsszenario von Ang Lees fantastisch-bildgewaltiger Romanverfilmung "Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger". Der Film startet am 26. Dezember in den österreichischen Kinos.
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Red Dawn Zum Jahresende sorgen die Publikumslieblinge Chris Hemsworth und Josh Hutcherson für geballtes Action-Kino. Unter der Regie von Stunt-Profi Dan Bradley verteidigen sie in RED DAWN mit weiteren jungen Kämpfern ihre Stadt und ihr Land gegen eine scheinbar übermächtige Armee von Nordkoreanern. Ihre Mission: nichts Geringeres als die Rettung der Welt.Am 28. Dezember startet der Film im Kino.
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