Europas Börsen mit weiterer Erholung erwartet
Dank Hoffnungen auf Hilfen für Griechenland dürften die europäischen Börsen am Mittwoch ihre Erholungsbewegung fortsetzen. Der Future auf den Euro-Stoxx 50 notierte gegen 8.15 Uhr um 0,78 % höher als zum Handelsschluss des europäischen Leitindex am Vortag.
Finspreads taxierte den Londoner FTSE 100 um 0,51 % fester. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Stand Dax lag am Morgen bei 5.534,02 Punkten und damit um 0,65 % über dem Xetra-Schluss vom Vortag. Am Vortag hatte der Leitindex nach großen Schwankungen ein Kursplus von 0,24 % ins Ziel gerettet.
Ein derzeit besonders wichtiger Richtungsweiser für den Aktienmarkt ist der Euro. Denn nach wie vor blieben die Sorgen um die Staatsfinanzen in einigen Ländern der Eurozone auch das beherrschende Thema am Devisenmarkt, so die Währungsexperten der Commerzbank.
"Denn immerhin wäre mit einer breit angelegten Hilfe das Schreckensszenario eines unkontrollierten Defaults mit seinen Auswirkungen auf das gesamte europäische Bankensystem vom Tisch", so die Analysten. Am Morgen setzte die Gemeinschaftswährung leicht zurück, nachdem sie am Vortag bereits deutlich von Spekulationen über mögliche Hilfen für Griechenland profitiert hatte. Die Vorgaben geben leicht positive Impulse: An der Wall Street hatte der Dow Jones wieder über der Marke von 10.000 Punkten geschlossen, der Future auf den US-Leitindex rückte seit dem Xetra-Schluss am Vortag um weitere 0,07 % vor. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index fester.
Aktien von ArcelorMittal stehen mit Zahlen im Blick. Der weltgrößte Stahlhersteller setzte seinen leichten Aufwärtstrend zum Jahresende fort und will die Investitionen erhöhen. Pessimistisch zeigte sich indes der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis, der im laufenden Geschäftsjahr wegen der Konkurrenz von Generika für Kernprodukte ein schwächeres Gewinnwachstum erwartet. BHP Billiton verzeichnete im ersten Geschäftshalbjahr Rückgänge bei Unsatz und Gewinn
Unternehmensseitig steht der Stahlsektor mit ThyssenKrupp und Salzgitter nach Zahlen des Konkurrenten ArcelorMittal im Blick. Nach Aussagen eines Börsianers sei das EBITDA des weltgrößten Stahlherstellers schlechter als erwartet ausgefallen. Zudem sei die Prognose für das EBITDA im ersten Quartal ebenfalls schwächer als von Analysten prognostiziert. Vorbörslich tendierten Aktien beider Unternehmen fester.
Auch Fraport-Aktien waren nach Verkehrszahlen gefragt. Im Jänner zählte der Flughafenbetreiber am Frankfurter Flughafen knapp 3,7 Mio. Fluggäste - ein Zuwachs von 3,5 %. Auf dem Hochpunkt der Wirtschaftskrise war die Zahl der Passagiere ein Jahr zuvor um mehr als 10 % eingebrochen. Fraport-Chef Stefan Schulte sagte: "Wir setzen also auf einer niedrigen Basis auf." Zudem habe diesmal der harte Winter mit Flugausfällen das Geschäft belastet. Ein Börsianer äußerte sich positiv: "CEO Schulte hat zwar vor einer Woche bereits eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr angekündigt. Die Zahlen dürften aber vor allem angesichts der schlechten Wetterbedingungen im Jänner noch besser sein als erwartet."
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