EU, IWF, EZB an Bord
Athen zieht endgültig die Reißleine
Griechenland hat die EU-Kommission, die EZB und den IWF um Unterstützung bei seinen Sparbemühungen ersucht. In einem Brief an EU-Währungskommissar Olli Rehn, IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn und EZB-Präsident Jean-Claude Trichet erklärte der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou: "Die griechischen Behörden ersuchen um Diskussion mit der EU-Kommission, der EZB und dem IWF um ein mehrjähriges Wirtschaftsprogramm."
Dieses "könnte mit finanzieller Hilfe der Mitgliedstaaten der Eurozonen und des IWF unterstützt werden, wenn die griechischen Behörden sich entscheiden würden, um eine solche Hilfe anzusuchen", heißt es in dem Schreiben. Von Seiten des Finanzministeriums in Athen wird betont, dass das Schreiben keine Entscheidung über ein griechisches Hilfsansuchen darstelle.
Die Euro-Länder wollen Griechenland notfalls mit bis zu 30 Mrd. Euro unter die Arme greifen. Zusätzlich sind Finanzspritzen des IWF geplant. Im ersten Jahr kann das Land somit auf Hilfen in Höhe von insgesamt bis zu 45 Mrd. Euro zugreifen. Dies ist mehr als der gesamte Refinanzierungsbedarf des Landes in diesem Jahr. Der Zins für die möglichen Kredite liege bei rund 5 %.
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