Asbest-Alarm

Werden Kurgäste in Bad Tatzmannsdorf vergiftet?

Hand mit blauem Handschuh nimmt mit Pinzette eine Probe von mit Asbest verseuchtem Kies auf einem Parkplatz.
© MITJA KOBAL
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace deckt eine erschreckende Gefahr auf: Auf acht öffentlichen Flächen in Bad Tatzmannsdorf lauert hochgefährlicher Asbest – mitten unter den Füßen von Bewohnern, Arbeitnehmern und ahnungslosen Kur-Gästen!
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Von Greenpeace angestrengte Laboranalysen zeigen: Im Schotter und auf asphaltierten Flächen stecken hohe Asbest-Konzentrationen. Jahrzehntelang rollten Autos ungehindert über die krebserregenden Fasern.

Blick durch einen Zaun auf eine Baustelle mit Baumaterial und Kran, im Hintergrund Gebäude.
Versucht man, im Burgenland problematische Sachlagen zuzudecken, einiges zu "verstecken"? © Greenpeace

Feiner Staub, tödliches Risiko

Besonders brisant: Gerade in der aktuellen Dürreperiode wirbeln vorbeifahrende Autos und Wind die mikroskopisch feinen Asbestfasern auf – und wer sie einatmet, geht ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko ein.

Krebsgift im Schotter: Bad Tatzmannsdorf schlägt Alarm

Betroffen sind Schotterstraßen und stark frequentierte Parkplätze im gesamten Gemeindegebiet, darunter die neu errichteten Wohnstraßen Sepp-Rehling-Gasse und Baron-Toth-Gasse sowie eine Baustelle direkt neben dem Freibad.

Bürgermeister reagiert sofort

Immerhin: Bürgermeister Stefan Laimer (ÖVP) zögert nicht und startet die umgehende Sicherung, Sperrung und Sanierung der belasteten Gemeinde-Areale. Auch das landeseigene Kurzentrum "Reduce" zieht nach. Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster lobt: "Hier rollten täglich Autos über Asbeststeine mit Risiken für Bewohner, Arbeitnehmer und Gäste. Erfreulicherweise hat der ÖVP-Bürgermeister Stefan Laimer den Ernst der Situation erkannt und umgehend eine Sanierungsoffensive gestartet." Betroffenen Privatbesitzern bietet die Gemeinde zudem Unterstützung bei der Sanierung an.

Ganzes Burgenland betroffen?

Schuster warnt: Über Jahrzehnte wurde asbesthaltiges Material im gesamten Burgenland verbaut. Er fordert von der Landesregierung, dem Vorbild von Bad Tatzmannsdorf konsequent zu folgen und alle Verdachtsflächen im Bundesland zu überprüfen.

Fazit: Ein Vorzeigebeispiel im Ernstfall – doch die Asbest-Gefahr im Burgenland dürfte damit erst an der Oberfläche angekratzt sein.

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