97 Hausbesuche
Wels: Strenges Vorgehen gegen Sozialmissbrauch
Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) präsentierte am Montag in der Pressekonferenz "Strenges Vorgehen gegen Sozialmissbrauch in Wels" die Reduzierung der Sozialhilfe-Auszahlungen. Bis 13. Oktober 2026 wurden in Wels insgesamt 646 Sozialhilfebezieher ausgewiesen. Davon entfielen 473 auf Personen mit Aufzahlung und 173 auf Vollbezieher. Die durchschnittliche Sozialhilfe-Bezugsdauer betrug 23 Monate. "Besonders lange Bezugsverläufe zeigen sich bei drei Personen, die jeweils bereits 189 Monate Sozialhilfe bezogen haben – das entspricht 15 Jahren und neun Monaten." Im Vorjahr gab es es 716 Sozialhilfebezieher. Bei fünf Personen lag die Bezugsdauer bei jeweils 180 Monaten, also 15 Jahren.
"Die öffentliche Hand hat die Verantwortung, Sozialleistungen korrekt und zweckgemäß einzusetzen. Wir helfen allen, die tatsächlich Unterstützung brauchen, Sozialmissbrauch stellen wir ab", sagt Raml und nennt zwei Beispiele, die im Rahmen von 97 Hausbesuchen seit Jahresbeginn aufgedeckt wurden.
Hausbesitzer bezog Sozialhilfe
Trotz mehrmaliger Besuche wurde ein Klient, der seit längerem Sozialhilfe bezieht, nicht angetroffen. Letztlich wurde festgestellt, dass der Klient oft wochenlang in der Türkei ist. Die Sozialhilfe wurde rückverrechnet und der Klient angezeigt.
Durch mehrmaliges Nichtantreffen bei den Hausbesuchen wurde auch festgestellt, dass ein anderen Klient ohne Meldung an die Behörde ein Haus im Kosovo besitzt und dort auch eine Pension bezieht. Die Rückforderung von knapp 9.000 Euro wurde in Raten abbezahlt.
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13 Beschwerden gegen Sozialhilfebescheide
Im Jahr 2026 gab es bisher 13 Beschwerden gegen Sozialhilfebescheide, wobei 76 Prozent dieser Verfahren zugunsten der Stadt Wels ausgegangen sind.
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