Missverständnis

Warum Bayern DIESEN Star unbedingt loswerden will

Mehrere Fußballspieler vom FC Bayern beim Training auf einem Rasenplatz bei Sonnenschein.
© Getty Images
Joao Palhinha und der FC Bayern stecken in einer schwierigen Situation. Während der Klub nicht mehr mit ihm plant, will der Mittelfeldspieler um seinen Platz kämpfen.
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Joao Palhinha kehrte nach seiner Leihe zu Tottenham zum FC Bayern zurück. Laut Bayern-Sportvorstand Max Eberl ist für den Portugiesen keine Zukunft mehr beim Rekordmeister vorgesehen. Palhinha erklärte dagegen: "Ich möchte meine Position hier behalten."

Ein Fußballspieler im pinken Trainingsleibchen bei einer Trainingseinheit im Freien.
Bayern Munich's midfielder Joao Palhinha attends a training session at Bayern Munich's pre-season training camp in Rottach-Egern, southern Germany, on July 27, 2026. (Photo by ALEXANDRA BEIER / AFP) © APA/AFP/ALEXANDRA BEIER

In der neuen Folge des Podcasts "Bayern Insider" ordnen Fußballchef Christian Falk und Chefreporter Heiko Niedderer die Situation ein.

Falk sagt: "Von den nackten Zahlen her ist es ein Absturz. Er ist für 50 Millionen zum FC Bayern gekommen, jetzt ist er noch 15 Millionen wert und Bayern bekommt ihn nicht los. Tottenham wollte die in der Klausel vereinbarten 30 Millionen nicht zahlen, das war er ihnen nicht wert."

Niedderer erklärt: "Ich finde den Begriff Flop schwierig, weil ich nicht finde, dass er wahnsinnig viel falsch gemacht hat. Es ist eher ein Flop-Einkauf für Bayern, weil sie ihn einfach zur falschen Zeit gekauft haben."

Falscher Zeitpunkt gewesen

Als Hintergrund schildern die beiden, dass Thomas Tuchel Palhinha bereits 2023 verpflichten wollte. Der Transfer scheiterte damals kurzfristig. Ein Jahr später wurde der Wechsel nachgeholt, obwohl Tuchel nicht mehr Trainer war.

Falk sagt: "Dreesen hatte ihm damals versprochen, als sie ihn am Deadline Day aus dem Büro rausbegleitet hatten: Wir sehen uns wieder. Da ist schon so ein bisschen das Versprechen gegeben worden."

Ein Fußballspieler von Bayern München läuft im weißen Trikot mit Ball auf dem Spielfeld.
WIESBADEN, GERMANY - JULY 25: Joao Palhinha of FC Bayern München in action during the pre-season friendly match between SV Wehen Wiesbaden and FC Bayern München at BRITA-Arena on July 25, 2026 in Wiesbaden, Germany. (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Getty Images) © Getty Images

Niedderer erklärt: "Man hätte vor dem Moment, wo man ihn dann 2024 geholt hat, ehrlicherweise sagen müssen: Joao, wir haben dir das zwar versprochen, aber unter dem neuen Trainer macht das keinen Sinn. Das wäre für alle Seiten schlauer gewesen. Der große Gedankenfehler war: Zu welcher Spielweise passt Palhinha? Tuchels Spiel war auf weniger Ballbesitz und mehr hin und her auf dem Platz ausgelegt, da hätte er ihn gebraucht. Bei Kompany passt er nicht rein, er ist nicht der Ballvirtuose, der die genialen Pässe spielt. Er ist der athletische Kämpfertyp. Und das hat er in Tottenham in der zweiten Saisonhälfte gezeigt, wo er total wichtig war. Er hat gefightet ohne Ende und in so eine Mannschaft in England, da passt er wunderbar rein. Er kämpft, erobert Bälle, leitet Angriffe ein. Bei Bayern hat das nicht gepasst."

Fronten bleiben verhärtet

Auch bei seinen Einsätzen sieht Falk ein Problem: "Er hat in den falschen Spielen gespielt, er hat nur in Spielen gespielt, wo du so einen Sechser gerade nicht brauchst."

Niedderer ergänzt: "Er ist genau der Spieler, den du eher gegen die Top-Gegner brauchst, aber gegen die spielst du dann halt nicht als Reservist."

Ein Fußballspieler im Bayern-München-Trainingsanzug beim Training im Freien vor bewaldeten Hügeln.
epa13135850 Joao Palhinha of Bayern Munich attends a training session during a training camp in Rottach-Egern, Germany, 27 July 2026. Bayern Munich will face SV Rottach-Egern during a test match on 30 July. EPA/ANNA SZILAGYI © EPA

Zur aktuellen Situation sagt Niedderer: "Palhinha fühlt sich da nicht ganz fair behandelt von Bayern, seine Meinung ist, Tottenham wollte ihn ja behalten, warum habt ihr da nicht mit euch reden lassen beim Preis? Das wäre vermutlich für alle Seiten das Beste gewesen."

Falk erklärt: "Die Fronten sind jetzt verhärtet. Eberl sagt: du hast keine Chance mehr hier, er sagt: Vielleicht bleibe ich hier. Da geht es um viel Geld. Palhinha will ja weg, der findet das ja auch nicht geil. Aber indem du sagst, dann bleibe ich halt, baust du ein Droh-Szenario auf: Ich kann auch hier bleiben, dann müsst ihr mich weiter bezahlen und bekommt überhaupt keine Ablöse."

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