Von Herz bis Gehirn: Das macht Hitze wirklich mit Ihrem Körper
An heißen Sommertagen fühlt sich plötzlich alles mühsamer an. Der Weg zur Arbeit strengt mehr an, die Konzentration lässt nach und selbst die Lieblingsshorts wirkt wie eine schlechte Idee. Das ist kein Zufall. Denn Hitze bringt den gesamten Körper auf Hochtouren. Damit die Körpertemperatur möglichst konstant bleibt, laufen im Hintergrund zahlreiche Prozesse gleichzeitig ab
Das Herz arbeitet deutlich mehr
Sobald es heiß wird, erweitern sich die Blutgefäße. Dadurch kann der Körper überschüssige Wärme besser über die Haut abgeben. Gleichzeitig muss das Herz kräftiger pumpen, um genügend Blut durch den Körper zu transportieren. Deshalb steigt bei vielen Menschen an heißen Tagen auch der Puls. Vor allem ältere Menschen oder Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten große Anstrengungen deshalb vermeiden.
Sie schwitzen und das ist gut so
Auch wenn es manchmal unangenehm ist: Schwitzen gehört zu den cleversten Kühlsystemen unseres Körpers. Verdunstet der Schweiß auf der Haut, wird Wärme abgeführt und der Körper kühlt sich ab. Der Nachteil: Mit dem Schweiß gehen auch Wasser und wichtige Mineralstoffe verloren. Wer zu wenig trinkt, riskiert Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder Konzentrationsschwierigkeiten.
Das Gehirn schaltet einen Gang zurück
Kommt Ihnen an heißen Tagen alles etwas langsamer vor? Auch das hat einen Grund. Bei Hitze fällt vielen Menschen das Denken schwerer. Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsfähigkeit können nachlassen. Kein Wunder also, dass man sich bei 35 Grad manchmal fühlt, als hätte das eigene Gehirn beschlossen, in den Sommerurlaub zu fahren.
Die Muskeln ermüden schneller
Auch die Leistungsfähigkeit nimmt bei Hitze ab. Der Körper steckt viel Energie in die Kühlung und hat dadurch weniger Reserven für Sport oder körperlich anstrengende Tätigkeiten. Deshalb fühlen sich selbst einfache Bewegungen oft deutlich anstrengender an als an kühleren Tagen.
Der Schlaf leidet
Sinken die Temperaturen nachts nicht ausreichend ab, kann der Körper schlechter herunterfahren. Viele schlafen unruhiger, wachen häufiger auf oder fühlen sich morgens trotz langer Nacht nicht richtig erholt. Gerade sogenannte Tropennächte können deshalb besonders belastend sein.
Wann Hitze gefährlich wird
Normalerweise kann der Körper seine Temperatur gut regulieren. Bei extremer Hitze oder starker körperlicher Belastung kann dieses Kühlsystem jedoch an seine Grenzen kommen. Warnsignale sind unter anderem:
- starker Schwindel
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Verwirrtheit
- sehr heiße Haut
- Kreislaufprobleme
Dann sollten Sie sofort in den Schatten oder an einen kühlen Ort gehen, ausreichend trinken und den Körper langsam abkühlen. Treten starke Beschwerden auf oder verschlimmern sich die Symptome, sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
So unterstützen Sie Ihren Körper
Damit Ihr Körper die Hitze besser verkraftet, helfen schon ein paar einfache Maßnahmen:
- Trinken Sie regelmäßig Wasser.
- Meiden Sie die Mittagssonne.
- Tragen Sie leichte, helle Kleidung.
- Verlegen Sie Sport und körperliche Arbeit möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden.
- Gönnen Sie sich immer wieder Pausen im Schatten oder in klimatisierten Räumen.
Denn auch wenn sich Hitze manchmal "nur" unangenehm anfühlt – für den Körper bedeutet sie echte Schwerstarbeit.
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