Besonderes Datum

Tag- und Nachtgleiche: Die vier schönsten Rituale

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Jetzt beginnt der astronomischer Herbst: So können Sie ihn begrüßen.
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Zweimal im Jahr gibt es das sogenannte Äquinoktium, besser bekannt als Tag- und Nachtgleiche: An diesen Tagen sind Tag und Nacht gleich lang, nämlich je rund zwölf Stunden, denn die Sonne steht senkrecht über dem Äquator. Dieses Phänomen läutet gleichzeitig den Wechsel der Jahreszeiten ein: Zur Frühlingsnachtgleiche am 20. oder 21. März endet der Winter. Die Herbstnachtgleiche markiert das astronomische Ende des Sommers.

Bedeutsamer Tag

Die Tag- und Nachtgleiche steht für einen Wendepunkt. Ihr wird in vielen Kulturen eine besondere Bedeutung zugemessen. Viele glauben, dass sich nicht nur Licht und Dunkle im Gleichgewicht befinden, sondern auch weibliche und männliche Energien. In der Landwirtschaft beginnt mit der Tag- und Nachtgleiche im Herbst die Erntezeit und die Vorbereitung auf den Winter. Gleichzeitig steht der Beginn des Herbstes für Vergänglichkeit und das Loslassen.

Rituale & Bräuche im Herbst

In vielen Kulturen wird das Äquinoktium mit besonderen Ritualen gefeiert. Je nach Jahreszeit unterscheiden sich die Bräuche: Im Frühling sind Reinigungsrituale und Fruchtbarkeitsbräuche beliebt, im Herbst stehen andere Themen im Mittelpunkt. Typische Rituale zur Herbst-Tag- und Nachtgleiche sind:

  1. Erntedankfeste: Sie gehen auf die keltische Tradition des Fests "Mabon" zurück. Zum Erntedankfest trifft man sich zu einem großen Festmahl, an dem Freunde und Familie teilnehmen. Auf den Tisch kommt alles, was die Natur jetzt hergibt: Kürbisse, Äpfel, Wurzerl- und Knollengemüse und Wein.
  2. Loslassen: Mit sinkenden Temperaturen verlagert sich das Leben wieder mehr nach drinnen. Auch die Gedanken richten sich in unser Inneres. Wir nutzen die dunkle Jahreszeit zur Reflexion. Ein schönes Ritual, um den Beginn dieser Phase zu zelebrieren, ist das Aufschreiben von Gewohnheiten oder Gefühlen, die man in den Winter nicht mitnehmen möchte. Symbolisch werden die Zettel anschließend verbrannt.
  3. Ahnenverehrung: Das buddhistische Higan-Fest, das in Japan zum Äquinoktium gefeiert wird, besagt, dass in dieser Nacht die Lebenden und die Toten besonders nahe zusammenkommen. Japaner:innen begehen diesen Tag, indem sie die Gräber besuchen und pflegen. Auch Opfergaben sind sehr beliebt.
  4. Das Mondfest: Auch in anderen asiatischen Ländern gilt das Herbstäquinoktium als ein spezieller Tag, an dem Laternen angezündet und traditionelle Mondkuchen serviert werden. Man kommt als Familie zusammen und dankt für die Fülle des Lebens.

Den Herbstbeginn mit einem besonderen Ritual zu feiern, ist eine schöne Tradition, die jahrtausendealt ist. Viele schöne Traditionen sind heute ein wenig in Vergessenheit geraten. Sie können uns aber bei dem Übergang zwischen den Jahreszeiten helfen.

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