Tierquälerei

Stall-Skandal: Land greift härter durch

Völlig abgemagertes Vieh.
© VGT.at / VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN
Skandal um verwahrloste Tiere: Das Land will Bauern, die ihr Vieh quälen, künftig sofort stoppen. Bisher kann das Jahre dauern.
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Abgemagerte Schweine, Kühe im eigenen Kot: Immer wieder erschüttern Stallbilder Niederösterreich.

Am Freitag stand in St. Pölten ein Landwirt vor Gericht, der mindestens 48 Schweine und ein Pferd gequält haben soll, obwohl er keine Tiere mehr halten darf. Urteil: Geldstrafe und sechs Monate bedingt, nicht rechtskräftig. er Mann nahm das Urteil an. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, weshalb das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

Das Problem: Für eine Tierabnahme braucht es ein rechtskräftiges Haltungsverbot, und das zieht sich oft über Jahre. Manche schreiben ihre Tiere in der Zwischenzeit einfach auf Angehörige um.

Sofort-Verbot geplant

Landesrätin Susanne Rosenkranz (FPÖ) will in ähnlich gelagerten Fällen ein „in der Sekunde geltendes Tierhaltungsverbot” mit externem Betreuer und ein Stallverbot für Landwirte. Diese Punkte will Rosenkranz auch Mitte November bei der Konferenz aller Tierschutzlandesräte in Salzburg vorbringen.

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) begrüßt den Vorstoß und fordert mehr unangekündigte Kontrollen. Die Landwirtschaftskammer hingegen hält die Gesetze bei konsequenter Anwendung für ausreichend.

55 Amtstierärzte in Niederösterreich

In Niederösterreich stehen derzeit 55 Amtstierärzte für Kontrollen zur Verfügung. Sie arbeiten nach klaren Checklisten, bei schwierigen Kontrollen zu zweit und in besonders herausfordernden Fällen mit Unterstützung der Tierschutz-Taskforce, heißt es aus dem Büro Rosenkranz: „Es gibt regelmäßig Kontrollen, die funktionieren gut.”

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