Beim ersten Training in Mexiko bekamen gleich zehn Nachwuchsfahrer ihre Chance. Die elf Teams mussten laut FIA-Reglement jungen Piloten mindestens zweimal pro Saison einen Platz im Cockpit überlassen. Lediglich Ferrari verzichtete diesmal auf einen Rookie-Einsatz.
Rookie klagt über taubes Bein
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Besonders alarmierend wurde es bei Nikola Tsolov, der bei den Racing Bulls für Liam Lawson (24) einsprang. Während der Bulgare auf der Strecke unterwegs war, funkte er eine besorgniserregende Nachricht an seine Box: "In mein rechtes Bein fließt kein Blut mehr, ich spüre mein rechtes Bein nicht mehr! Ich glaube, der Sitz drückt mir das Bein ab, meine Durchblutung ist unterbrochen."
Auch die Fernsehbilder sorgten für Aufsehen: In der Garage stand Tsolov im Cockpit und belastete sein rechtes Bein. Was genau die Beschwerden ausgelöst hatte, war zunächst nicht geklärt.
Leclerc gibt im Training den Ton an
Sportlich setzte Charles Leclerc im Ferrari die Bestzeit. Hinter dem Monegassen landete Kimi Antonelli im Mercedes. Dritter wurde Mercedes-Testfahrer Frederik Vesti.
Für Antonelli war es zudem eine Rückkehr nach gesundheitlichen Problemen. Der WM-Spitzenreiter hatte am Donnerstag wegen eines Infekts sämtliche Termine abgesagt. Ganz fit war er offenbar noch nicht. "Er ist noch ein bisschen müde, aber er ist ganz normal in den Briefings", erklärte Mercedes-Teamvertreter Bradley Lord bei Sky.
Am Sonntag könnte Antonelli bereits seinen ersten WM-Titel fixieren. Dafür muss der Italiener lediglich Neunter werden. Seine Familie reist zur Unterstützung nach Mexiko.
Crash-Gefahr und technische Probleme
Auch abseits des Vorfalls bei Tsolov gab es reichlich Aufregung. Sieben Minuten vor Trainingsende gerieten Carlos Sainz im Williams und Mercedes-Testfahrer Vesti aneinander. Sainz reagierte am Funk verärgert: "Was zur Hölle? Wer ist in diesem Mercedes?"
Auch Isack Hadjar hatte mit seinem Auto zu kämpfen. Der Franzose meldete plötzlich einen Leistungsverlust: "Ich habe keine Power. Was ist da los?" In der Garage suchten die Mechaniker mithilfe einer Kamera nach dem Fehler. Anschließend konnte Hadjar wieder auf die Strecke.
Bei McLaren erwischte es Leonardo Fornaroli, der für Weltmeister Lando Norris im Cockpit saß. Er kam in Kurve elf von der Strecke ab und rumpelte über das Gras. Später passierte ihm ein ähnlicher Ausrutscher erneut.
Aston Martin muss Testfahrer zurückrufen
Für Jak Crawford endete die Trainingseinheit vorzeitig. Der US-Amerikaner saß im Aston Martin von Lance Stroll, als sein Team ein technisches Problem bemerkte. 13 Minuten vor Schluss kam die Anweisung, Tempo herauszunehmen und das Auto abzustellen.
Auch bei Audi lief nicht alles nach Plan: Freddie Slater fuhr zunächst mit einem noch am Auto befestigten Kühlgerät los und musste wieder zurück an die Box. Sechs Minuten vor Trainingsende durfte er schließlich doch noch einmal auf die Strecke.
Für den 18-Jährigen gibt es schon bald die nächste Gelegenheit: Beim kommenden Grand Prix in Brasilien soll er erneut zum Einsatz kommen und diesmal Nico Hülkenberg ersetzen.
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