Pachtvertrag fehlt

Skigebiet Kasberg zittert erneut um seine Zukunft

Luftaufnahme einer Bergstation im Skigebiet Kasberg mit parkenden Autos und schneebedecktem Hang.
© Team Fotokerschi
Die Zukunft des Skigebiets Kasberg bleibt trotz finanzieller Unterstützung des Landes OÖ ungewiss. Eine Grundeigentümerin hat einen notwendigen Pachtvertrag noch nicht unterzeichnet. Bis zum 31. Oktober soll eine Einigung erzielt werden.
OE24 auf Google bevorzugen

Gmunden. Die geplante Übernahme des Skigebiets Kasberg in Grünau im Almtal steht weiterhin vor Schwierigkeiten. Obwohl das Land Oberösterreich bereits 850.000 Euro für die kommende Wintersaison freigegeben hat, ist die Zukunft des Skigebiets noch nicht gesichert. Grund dafür sind offene Fragen bei den notwendigen Pachtverträgen. Bis zum 31. Oktober müssen sämtliche Grundeigentümer neue Verträge unterzeichnen. Eine Einigung mit einer Grundstückseigentümerin steht allerdings noch aus. Sollte diese nicht zustande kommen, könnte laut Vertretern aus dem Almtal die gesamte Übernahme scheitern.

Grundstück für Skibetrieb entscheidend

Das betroffene Grundstück spielt für den Betrieb des Kasbergs eine wichtige Rolle. Darauf befinden sich ein Teich mit Wasser für die Beschneiung, eine Skipiste sowie mehrere Liftstützen. Damit ist die Nutzung der Fläche für wesentliche Teile der Infrastruktur erforderlich. Ohne einen entsprechenden Pachtvertrag wäre die geplante Übernahme durch das Land Oberösterreich gefährdet.

Die designierte Wirtschaftslandesrätin Christiane Frauscher (ÖVP) zeigt sich dennoch zuversichtlich. Sie geht davon aus, dass bis zum vereinbarten Termin am 31. Oktober eine Lösung gefunden und die notwendigen Verträge rechtzeitig unterzeichnet werden können.

Bis zu 17 Millionen Euro für Kasberg vorgesehen

Ungeachtet der offenen Vertragsfragen hält das Land Oberösterreich an seinen Plänen für das Skigebiet fest. Insgesamt sind Investitionen von bis zu 17 Millionen Euro vorgesehen. Die bereits freigegebenen 850.000 Euro sollen insbesondere in die Energieversorgung sowie in die Instandsetzung und Wartung der Lift- und Seilbahnanlagen fließen.

Nach Angaben von Rupert Schiefer von der Seilbahnholding laufen die Vorbereitungsarbeiten derzeit auf Hochtouren. Besonders aufwendig seien technische Überprüfungen, die alle fünf Jahre durchgeführt werden müssen. Dabei seien umfangreiche gesetzliche und technische Vorgaben einzuhalten. Neben der Sicherstellung des laufenden Skibetriebs ist langfristig auch die Errichtung einer Beschneiungsanlage vorgesehen. Diese soll dazu beitragen, den Wintersportbetrieb am Kasberg für die kommenden Jahre abzusichern.

Ob die geplanten Maßnahmen wie vorgesehen umgesetzt werden können, hängt nun wesentlich von der Einigung mit der noch ausstehenden Grundeigentümerin ab. Bis zum 31. Oktober soll feststehen, ob die notwendigen vertraglichen Voraussetzungen für die Übernahme geschaffen werden können.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden