So heiß wie nie

September-Rekord: Kroatien-Meer über 28 Grad

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Sommerfeeling statt Herbst: In Kroatien bleibt es auch im September außergewöhnlich heiß. Selbst die Adria erreicht derzeit Rekordtemperaturen.
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Wer jetzt an der kroatischen Küste Urlaub macht, bekommt weiterhin echtes Hochsommer-Wetter. Am 1. September wurden in Šibenik 36,5 Grad gemessen – damit wurde der bisherige Septemberrekord von 35,7 Grad aus dem Jahr 2024 übertroffen.

Auch in Zadar gab es mit 35,2 Grad einen neuen Höchstwert für den Monat. Entlang der Küste und auf den Inseln werden weiterhin Temperaturen von bis zu 35 Grad erwartet.

Nachts bleibt es ebenfalls ungewöhnlich warm: Der kroatische Wetterdienst DHMZ rechnet am Wochenende mit Tiefstwerten zwischen 21 und 26 Grad.

Auch das Meer ist außergewöhnlich warm

Noch bemerkenswerter sind allerdings die Temperaturen im Wasser. Normalerweise beginnt sich die Adria im September langsam abzukühlen. In diesem Jahr ist davon bislang wenig zu spüren.

Vor Split wurden am Vormittag des 1. September zunächst 27,4 Grad gemessen. Damit war bereits ein elf Jahre alter Septemberrekord übertroffen.

Nur wenige Stunden später stieg die Wassertemperatur dort sogar auf 28 Grad. Vor Komiža wurde mit 28,2 Grad schließlich ein neuer Rekord für die Messstation registriert. Der bisherige September-Höchstwert hatte dort bei 27,3 Grad gelegen und stammte aus dem Jahr 2014.

Wie lange bleibt das Meer so warm?

Eine schnelle Abkühlung ist vorerst nicht in Sicht. Laut GeoSphere-Austria-Meteorologe Gerhard Hohenwarter verändert sich die Temperatur großer Wassermassen nur langsam.

Im Laufe eines durchschnittlichen Septembers kühlt die Adria demnach um rund fünf Grad ab. Dadurch könnten Urlauber selbst bis Mitte Oktober noch auf Wassertemperaturen von etwa 20 bis 23 Grad treffen.

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Deutlich schneller könnte es nur nach kräftigen Gewittern oder Stürmen gehen. Dann kann kühleres Tiefenwasser mit dem stark erwärmten Oberflächenwasser vermischt werden.

Warmes Meer könnte Unwetter begünstigen

Die außergewöhnlich warme Adria könnte auch für die weitere Wetterentwicklung eine Rolle spielen. Für die zweite Septemberhälfte sehen Meteorologen ein erhöhtes Potenzial für kräftige Unwetter entlang der Küsten.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch mehr Starkregen in Kärnten. Dafür müssten Mittelmeer- oder Italientiefs zunächst eine entsprechende Zugbahn über die Karawanken nehmen. Schon kleine Veränderungen können darüber entscheiden, ob solche Wetterlagen Österreich überhaupt erreichen.

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