Wegen Bomben-Scherz
Schul-Streich endet im Knast! Bub (15) sitzt seit 73 Tagen in Haft
Der Anruf führte zur Evakuierung des Schulgebäudes. Mit dem Fall befasst sich inzwischen auch der italienische Außenminister Antonio Tajani. Der Schüler, der mit seiner Familie auf Malta lebt, wurde daraufhin von den Justizbehörden in Valletta festgenommen. Nach Angaben seiner Eltern verbrachte der Jugendliche die ersten 96 Stunden in einem Erwachsenengefängnis. Dort habe er eine schwere psychische Krise erlitten und sich selbst verletzt. Anschließend sei er in eine Jugendhaftanstalt verlegt worden.
Eltern kritisieren die Haftbedingungen
Die Eltern, die seit fünf Jahren auf Malta leben, kritisieren die Haftbedingungen scharf. Ihr Sohn sei nach seiner Festnahme am 25. Mai mehr als vier Wochen lang isoliert untergebracht gewesen. Er habe in einer Zelle mit defektem Waschbecken gesessen und zeitweise ohne Besteck essen müssen. Die Familie bezeichnet die Bedingungen als unmenschlich. Inzwischen dürfe der Jugendliche zwar fernsehen und an einem Tisch essen, bleibe aber weiterhin von den anderen Insassen getrennt. Zudem werde er rund um die Uhr per Kamera überwacht.
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Nach Informationen aus dem Umfeld der Ermittlungen soll der 15-Jährige zuvor Kontakt zu "problematischen" Personen gehabt haben. Die Behörden stuften ihn deshalb offenbar als potenziell gefährlich ein. Das italienische Außenministerium verfolgt den Fall nach eigenen Angaben aufmerksam. Bei den Gerichtsterminen ist italienisches Diplomatenpersonal anwesend. Die italienische Botschafterin in La Valletta Valentina Setta besuchte den Jugendlichen am Mittwoch. Die nächste Anhörung ist für den 19. August angesetzt.
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