Entgeltliche Einschaltung

Arbeitnehmerschutz

Schützen statt verwalten

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Wenn aus Arbeitnehmerschutz ein Bürokratieprojekt im Unternehmen wird, ist niemandem geholfen.
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Wenn ein Unternehmen bürokratische Prozesse implementieren muss, entstehen ihm dadurch Kosten: Wertvolle Arbeitszeit wird für Unproduktives aufgewendet. Daher ist es wichtig, solche Vorschriften genau darauf zu überprüfen, ob sie wirklich sinnvoll sind und ihren Zweck erfüllen. Das gilt auch für den Arbeitnehmerschutz.

Dass Arbeitnehmer vor Unfällen und sonstigen Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz bewahrt werden sollen, ist gut und richtig. Dazu gilt es Regeln einzuhalten und mögliche Gefahrenquellen zu erkennen. Doch einige der derzeit geltenden Regeln zum Arbeitnehmerschutz bringen keinen zusätzlichen Nutzen, bedeuten aber großen Aufwand für die Betriebe.

Sicherheitsvertrauensperson

So muss jedes Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern eine Sicherheitsvertrauensperson (SVP) bestellen. Diese muss eine spezielle Arbeitsschutz-Ausbildung absolvieren und hat nun die zusätzliche Aufgabe, im Betrieb mögliche Gefahrenquellen ausfindig zu machen und Lösungsvorschläge auszuarbeiten. Braucht es in kleinen Unternehmen tatsächlich diese spezielle Position, wo doch alle eng zusammenarbeiten, einander kennen und eine eventuelle Gefahrenquelle ganz unkompliziert miteinander besprechen können? Wohl eher nicht.

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Je größer das Unternehmen, desto höher der Bürokratie-Aufwand

Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten können sanktioniert werden, wenn die Sicherheitsvertrauenspersonen fehlen. In Arbeitsstätten ab 100 Mitarbeitern muss sogar ein Arbeitsschutzausschuss eingerichtet werden. Nun heißt es Termine finden, Zeit versitzen, Protokolle schreiben. Und die eigentliche Arbeit muss warten.

Schützen ja, unnötige Bürokratie – nein!

Arbeitnehmerschutz funktioniert auch ohne Sitzungen, meint die Wirtschaftskammer Österreich. Sie schlägt vor, anstatt zusätzliche Beauftragte zu bestellen, lieber bereits bestehende Rollen zu stärken. Und zwar dort, wo ohnehin schon Verantwortung liegt: beim Betriebsrat oder Arbeitsmediziner. Das ergibt Sinn, ist effizient und spart unnötige Bürokratie in Betrieben.

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