Wir kennen das: Beim Anblick des Traumstrands, wenn die Sonne über dem Meer untergeht oder der gegrillte Fisch auf dem Teller landet, wird erst einmal das Handy gezückt. Ein schnelles Foto für Instagram - erst dann sind viele bereit, den Urlaub zu genießen.
Foto gleich, posten später
Klar, das Foto muss gleich geknipst werden, sonst ist der instagrammable Moment vorbei und es gibt nichts mehr zu fotografieren. Aber immer mehr Angehörige der Gen Z entscheiden sich dazu, ihre Urlaubsbilder erst später zu posten. Vielleicht, um den Moment ohne Social Media zu genießen? Oder um Einbrecher nicht darauf zu stoßen, dass die Wohnung unbeaufsichtigt ist? Das wären zwar gute Gründe, sie sind es aber nicht.
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Der schräge Hintergrund
Wie das Schweizer Onlineportal 20 Minuten herausgefunden hat, teilen einige Gen Z-ler ihre Fotos erst, wenn sie wieder zu Hause angekommen sind, weil sie Angst vor dem "Evil Eye", also dem bösen Blick, haben. Dieser jahrtausendealte Aberglaube ist in vielen Kulturen verbreitet. Menschen glauben, dass ein neidischer, eifersüchtiger oder missgünstiger Blick anderer Personen Unheil oder Pech über sie bringt.
Um diesen bösen Blick nicht auf sich zu ziehen und sich so den Traumurlaub verderben zu lassen, posten viele ihre Bilder erst später und hoffen so, ihr Glück zu schützen.
So schützt du dich, wenn du's glaubst
Prinzipiell ist die Idee, Urlaubsfotos erst später online zu stellen, eine hervorragende. Aber eher, um den Moment zu genießen, statt am Smartphone zu hängen. Wer an das Evil Eye glaubt, findet an vielen Urlaubsorten übrigens Talismane, die vor dem bösen Blick schützen sollen. Im Nahen Osten und Nordafrika ist die Hand der Fatima beliebt, in der Türkei und in Griechenland tragen die Leute gerne das Nazar-Amulett, das an ein Auge erinnert, und in Italien gibt es das Cornicello, ein chili-förmiger Anhänger.
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