Hungaroring

Sainz-Rempler besorgt Norris-Sieg in Ungarn

Ein Formel-1-Fahrer im orangenen Anzug jubelt mit einem Pokal vor rotem Hintergrund und Konfetti.
© APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK
Lando Norris gewinnt den Grand Prix am Hungaroring, während McLaren-Kollege Oscar Piastri einen Horror-Tag erwischte.
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Was für ein Horror-Tag für Oscar Piastri (McLaren)! Zuerst kostet ihn ein Wheel-Bump von Carlos Sainz die Führung, danach schied er auch noch aus. Lando Norris sorgte für den dritten McLaren-Sieg am Hungaroring in Folge. Lewis Hamilton (Ferrari) kostete sich selbst das Podium mit Strafen, Max Verstappen (Red Bull) durfte Platz zwei bejubeln.

Carlos Sainz fährt Oscar Piastri an

Mit dem Start katapultierte sich Piastri an Teamkollege Norris vorbei. Die beiden Ungarn-Doppelsieger der vergangenen zwei Jahre wollten ein nächstes Statement setzen. An Diskussionen mangelte es wie so oft aber auch nicht. Immer wieder funkte der Brite, er sei "viel schneller", der Australier fuhr aber weiter vorne weg.

Ein ebenso hartes Duell lieferten sich von Beginn weg die Altmeister Lewis Hamilton (Ferrari) – wegen einer Strafe von zwei auf fünf gesetzt – und Max Verstappen (Red Bull), mit einem Highlight in Runde 16. Der Niederländer zog Oldschool mit der Brechstange, aber sauber, an dem Briten vorbei. Ganz klar das Maneuver des Rennens. Damit war Verstappen mittendrin im Kampf um die Podiumsplätze, weil er auch danach gut Tempo machte.

Für die Entscheidung um den Sieg sorgte aber Carlos Sainz: Auf dem 15. Platz gelegen ließ er Piastri nicht vorbei und fuhr ihm in den Reifen. Dadurch kam Norris vor ihm aus der Box. Piastri suchte den Fehler aber eher bei seinem Team, das ihn davor schon zu früh an die Box holte. "Es war dumm, ich habe sowas noch nicht erlebt", war sein Renn-Fazit im Anschluss. Als wäre das noch nicht genug, schied McLarens Nummer 81 in der 55. Runde sogar noch aus. Sieger Norris konnte danach immerhin unter Beweis stellen, dass er zumindest an diesem Wochenende tatsächlich schneller unterwegs ist. Er war nicht mehr einzuholen.

WM-Leader Kimi Antonelli fuhr trotz Qualifying-Strafe vom 7. Startplatz nach vorne und baute als Dritter seine Führung aus. Der Mercedes-Jungstar liegt 50 Punkte vor Hamilton und 59 vor Teamkollege George Russell. Das war aber auch nur möglich, weil sich Hamilton wie schon vor dem Rennen eine Strafe holte (Boxengassen-Speeding) und auf vier landete. Verstappen, Fahrer des Rennens, holte sich sensationell Platz zwei: "Das habe ich nicht erwartet!"

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