Alarm

Regierung überfordert? 87 Prozent sind besorgt

Lars Klingbeil mit Friedrich Merz.
© picture alliance/dpa
Fast alle Deutschen machen sich große oder sehr große Sorgen, dass die Bundesregierung mit den Problemen des Landes überfordert ist - das zeigt das "Sorgenbarometer Oktober 2026" des Meinungsforschungsinstituts Forsa für RTL und ntv.
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Neben der Handlungsfähigkeit der Regierung beschäftigen vor allem steigende Preise (84 Prozent) und ein unzureichendes Schul- und Bildungssystem (79 Prozent) die Menschen. Weitere zentrale Sorgen betreffen höhere Steuern und Abgaben sowie die medizinische Versorgung (je 77 Prozent), die Sicherheit der Renten (76 Prozent), soziale Ungleichheit (75 Prozent) und steigende Wohnkosten (74 Prozent).

Selbst 60 Prozent der Unions-Anhänger besorgt

Deutliche Unterschiede zeigen sich nach Parteipräferenz: Unter AfD-Anhängern fürchten 99 Prozent eine Überforderung der Regierung, 91 Prozent steigende Preise, 98 Prozent die Folgen der Zuwanderung und 91 Prozent die Kriminalität. Bei Unions-Anhängern liegen die Werte für die Regierung bei 60 Prozent und für Preise bei 70 Prozent, bei SPD-Anhängern bei 76 beziehungsweise 83 Prozent. Die Sorge vor Rechtsextremismus ist unter SPD- (98 Prozent) und Grünen-Anhängern (97 Prozent) am stärksten ausgeprägt, die vor Linksextremismus hingegen bei AfD- (87 Prozent) und Unions-Unterstützern (76 Prozent).

Klimawandel beunruhigt vor allem Grüne (95 Prozent) und Linke (90 Prozent), während nur 25 Prozent der AfD-Anhänger sich darüber sorgen. Die Angst vor einem Krieg beschäftigt insgesamt 58 Prozent – am wenigsten die Grünen-Anhänger (41 Prozent). Die Ergebnisse unterstreichen eine verbreitete Verunsicherung, die je nach politischem Lager unterschiedlich gewichtet wird.

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