Nach schwerer Krise

Norwegen zeigt Herz: Mette-Marits Krise löst Spenden-Boom aus

Mette-Marit, Kronprinz Haakon
© Photonews via Getty Images
Hinter Prinzessin Mette-Marit liegen schwere Monate: Die Lungenerkrankung, die Vorbereitung auf eine Transplantation und die Sorgen um ihre Gesundheit haben Norwegen bewegt. Doch aus der Krise ist auch etwas Positives entstanden: Die Stiftung des Kronprinzenpaares verzeichnet einen Spenden-Rekord.
OE24 auf Google bevorzugen

Im Dezember 2025 gab der norwegische Palast bekannt, dass Prinzessin Mette-Marit wegen ihrer fortschreitenden Lungenfibrose auf eine Lungentransplantation vorbereitet wird. Der Eingriff erfolgte schließlich im Juni 2026. Seitdem befindet sich die 52-Jährige in der Genesung.

Die gesundheitliche Situation der Kronprinzessin sorgte in Norwegen für große Anteilnahme. Besonders die Nachricht, dass Mette-Marit auf der Warteliste für eine neue Lunge stand, führte zu einem deutlichen Anstieg bei den Registrierungen für Organspenden.

Stiftung des Kronprinzenpaares erreicht Rekordwert

Auch die Stiftung des Kronprinzenpaares, der Kronprinsparets fond, profitiert von der außergewöhnlichen Unterstützung. Laut dem norwegischen Sender TV2 wurden im Jahr 2025 insgesamt 19,5 Millionen norwegische Kronen an Spenden und Beiträgen eingenommen – umgerechnet rund 1,77 Millionen Euro.

Damit liegt das Ergebnis rund eine Million Kronen (etwa 90.000 Euro) über dem Vorjahr. Im Vergleich zu 2021 haben sich die Einnahmen sogar verdoppelt.

Der Erfolg hängt jedoch nicht ausschließlich mit Mette-Marits Erkrankung zusammen. Die Stiftung hat in den vergangenen Jahren ihre Arbeit verstärkt und eigene Jugendprojekte aufgebaut.

Projekt gegen Schulabbrüche bringt zusätzliche Unterstützung

Ein wichtiger Bestandteil ist das Programm "Flyt", das Jugendliche beim Übergang von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II unterstützt und Schulabbrüche verhindern soll.

Geschäftsführerin Tonje Glorvigen Apeland erklärte gegenüber TV2, dass immer mehr Kommunen mit dem Projekt zusammenarbeiten würden. Durch die Ausweitung der Aktivitäten habe die Stiftung auch mehr Unterstützung von Partnern erhalten.

"Mehr Aktivitäten führten zu höheren Einnahmen", erklärte Apeland.

Trotz Rekordspenden bleibt ein kleines Minus

Ganz ohne Schattenseite ist die Bilanz allerdings nicht: Das operative Ergebnis der Stiftung weist ein Defizit von rund 223.000 norwegischen Kronen (etwa 20.000 Euro) aus.

Durch Finanzerträge von rund 3,2 Millionen Kronen konnte am Ende trotzdem ein positives Ergebnis erzielt werden.

Die Stiftung wurde nach der Hochzeit von Kronprinz Haakon und Prinzessin Mette-Marit im Jahr 2001 gegründet. Ursprünglich unterstützte sie soziale Projekte in Norwegen und international. Seit 2011 liegt der Schwerpunkt auf Hilfsangeboten für junge Menschen in Norwegen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden