6,36 Milliarden Dollar

Nordkorea steckt hinter größtem Krypto-Raub aller Zeiten

Person mit Kapuzenpulli arbeitet an Laptop vor Monitoren mit grünem Programmiercode im Dunkeln.
© Getty Images
Nach dem Cyberangriff auf die Kryptobörse Binance vermutet eine US-Analysefirma nordkoreanische Hacker hinter dem Milliarden-Diebstahl.
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Nach dem Cyberangriff auf die Kryptobörse Binance vermutet eine US-Analysefirma nordkoreanische Hacker hinter dem Milliarden-Diebstahl. Die bis dato wohl größte derartige Attacke werde der nordkoreanischen Elite-Hackergruppe TraderTraitor zugeschrieben, teilte das auf Blockchain-Daten spezialisierte Unternehmen TRM Labs in einem Blogbeitrag am Freitag mit. Diese Einschätzung treffe man auf Basis umfassender Datenanalysen mit großer Sicherheit. "

Ein Angreifer hat rund 6,36 Milliarden Dollar (5,66 Mrd. Euro) aus Binance-Wallets auf zehn Blockchains abgezogen, das meiste davon in etwa 20 Minuten", so TRM Labs. Die diplomatischen Vertretungen Nordkoreas in Genf und Peking reagierten zunächst nicht auf Bitten der Nachrichtenagentur Reuters um eine Stellungnahme.

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Ein Laptop als Schwachstelle

Mit dem geschätzten Schaden von 6,3 Milliarden Dollar könnte es sich Experten zufolge um den bisher größten Krypto-Diebstahl überhaupt handeln. Binance teilte am Freitag mit, das Unternehmen habe mit Partnern zusammengearbeitet, um die betroffenen Vermögenswerte einzufrieren. Bisher seien etwa drei Milliarden Dollar ausfindig gemacht worden. Binance-Mitbegründerin und Ko-Chefin Yi He sagte, das Unternehmen werde "alle Verluste aus dem Hackerangriff" ersetzen. Binance betonte, die Gelder der Nutzer seien sicher.

Ersten Ermittlungen zufolge begann der Vorfall möglicherweise mit dem gehackten Laptop eines Ingenieurs. Das ermöglichte es einem Angreifer, sich Zugang zu einem der Systeme zu verschaffen und unberechtigte Abhebungen vorzunehmen.

mri

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