Trauer

Monaco nimmt Abschied von Alberts Cousin (†29)

Fürstin Charlene, wo ist dein Lächeln?
© GETTY PICTURES
Das monegassische Fürstenhaus trauert um ein Mitglied der Familie. Antoine de Massy, ein Cousin zweiten Grades von Fürst Albert, ist unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen, woraufhin die Justizbehörden ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet haben.
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Am 25. Oktober erschien Antoine de Massy überraschend nicht zu einem vereinbarten Familienessen. Kurze Zeit später herrschte traurige Gewissheit: Der leblose Körper des jungen Adeligen wurde in einer Parkanlage im Fürstentum Monaco aufgefunden.

Der plötzliche Todesfall erschütterte den monegassischen Hof zutiefst und warf von Beginn an zahlreiche offene Fragen hinsichtlich des genauen Tathergangs auf.

Vater Christian de Massy schließt Unfall und Suizid aus

Sein Vater Christian de Massy, Baron de Massy, wandte sich kurz nach der Tragödie an die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" und gab bekannt, dass der Trauergottesdienst in der traditionsreichen Cathédrale Notre-Dame-Immaculée in Monaco stattfindet.

Gleichzeitig erhob der trauernde Vater schwere Vorwürfe und forderte eine lückenlose Aufklärung des Todesfalls: "Es war weder ein Unfall noch ein Suizid." Damit widersprach die Familie offiziell ersten Mutmaßungen über ein tragisches Missgeschick.

Junger Mann in grauem Blazer steht draußen, der Hintergrund ist unscharf und sonnig.
Alberts Sohn Alexandre Grimaldi leidet besonders unter dem Verlust seines "großen Bruders". © Corbis via Getty Images

Verdächtiger nach Leichenfund in Untersuchungshaft

Die monegassischen Behörden reagierten umgehend auf den Vorfall. Bereits am Tag nach dem Fund des Leichnams nahm die Polizei einen Mann ukrainischer Staatsbürgerschaft fest, der nachweislich mit dem Verstorbenen in persönlichem Kontakt gestanden hatte.

Am 28. Oktober erhob ein Richter offizielle Anklage gegen den Tatverdächtigen und ordnete Untersuchungshaft an. Der Beschuldigte bestritt die Vorwürfe während der Vernehmungen, verweigerte vor dem Haftrichter jedoch vorerst weitere Aussagen.

Generalstaatsanwalt bestätigt schwere Vorwürfe

Stéphane Thibault, Generalstaatsanwalt von Monaco, bestätigte die juristischen Schritte gegenüber der Zeitung "Monaco Matin" mit deutlichen Worten: "Der Richter klagte ihn wegen unterlassener Hilfeleistung gegenüber einer in Gefahr befindlichen Person und wegen fahrlässiger Tötung an – für Taten, die möglicherweise zu unterschiedlichen Zeitpunkten begangen wurden – und ordnete Untersuchungshaft an."

Die Kriminalpolizei setzt die Ermittlungen unterdessen fort. Im Zentrum der forensischen Analysen und technischen Rekonstruktionen steht die genaue Klärung eines Sturzes, der letztlich zum Tod des Fürstencousins geführt haben soll.

Abschied in der Kathedrale von Monaco

Seine Angehörigen nahmen jetzt in der Kathedrale von Monaco Abschied. Auf der Seite des Palasts wurde ein Bild der Trauerfeier gepostet.

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