Deutschland

Mercedes-Arbeiter protestieren

Person mit weißem Overall und weißer Maske bei einer Kundgebung vor einem Transparent.
© EPA
Mercedes-Produktionsvorstand Michael Schiebe hat die Schließung von zwei Werken in Deutschland angekündigt, wenn die Kosten in Deutschland nicht reduziert werden. Protest wird laut.
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Am Vormittag hatten sich in Sindelfingen zuvor etwa 20.000 Beschäftigte am Aktionstag der IG Metall beteiligt und unter anderem gegen Jobabbau und weitere Einschnitte in ihrer Industrie protestiert.

Zuletzt hatte Mercedes-Benz seinen Sparkurs verschärft und eine "Produktivitätsoffensive für Deutschland" angekündigt. Damit trat der Stuttgarter Autobauer auch eine öffentliche Diskussion über Arbeitskosten los. Denn in einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland schlug der Vorstand unter anderem vor, für das gleiche Geld mehr zu arbeiten.

Ein Plakat mit der Forderung „35-Stunden-Woche muss bleiben“ bei einer IG Metall-Kundgebung.
Mercedes-Arbeiter im Protest. © EPA

Mercedes-Produktionsvorstand Michael Schiebe hat den Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung in Sindelfingen gesagt, das Werkschließungen drohen.

"Es ist unser klares Ziel, alle Deutschen Standorte zu erhalten", habe Schiebe demnach gesagt. Und weiter: "Dafür müssen wir uns auf für alle verträgliche Maßnahmen einigen, um die Kosten in Deutschland zu senken. Gelingt uns dies nicht, werden wir ein deutsches Aufbauwerk sowie ein deutsches Powertrainwerk schließen müssen."

Aufbauwerk vor Aus

Bei Aufbauwerken handelt es sich um Werke, in denen die Autos zusammengebaut werden. In Deutschland hat Mercedes-Benz diese Werke neben Sindelfingen noch im badischen Rastatt und in Bremen.

Bei Powertrainwerken handelt es sich um Werke, in denen Komponenten für das Auto hergestellt werden. Diese gibt es in Stuttgart-Untertürkheim, Affalterbach bei Stuttgart, Berlin, Hamburg, Kamenz (Sachsen) sowie Kölleda und Arnstadt (Thüringen).

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