Wegen Rennabsagen

Mega-Finanzloch in der Formel-1-Kasse

Formel-1-Rennwagen fahren dicht beieinander beim Start des Grand Prix von Ungarn am Hungaroring.
© Getty Images
Das erste Halbjahr der Formel 1 ist durch den Iran-Krieg geprägt. Zwei Rennen mussten abgesagt werden, weitere drohen. Nun merken die F1-Verantwortlichen die Folgen in ihren Kassen.
OE24 auf Google bevorzugen

Derzeit befindet sich die Formel 1 in der traditionellen Sommerpause. Es ist die zweite einmonatige Pause für die Königsklasse des Motorsports. Im April mussten die Teams unfreiwillig pausieren. Der Grund: Der Große Preis von Bahrain und Saudi-Arabien wurde wegen des Iran-Kriegs abgesagt. Die Rennabsagen spüren die F1-Verantwortlichen in ihrem Geldbeutel.

Im zweiten Quartal 2026 stürzte der Gewinn um 38 Prozent ein, so die veröffentlichten Zahlen der Rechteinhaber von Liberty Media. Im Vergleich zum Vorjahr sind Einnahmen von 1,226 Milliarden US-Dollar auf 0,764 Milliarden US-Dollar gesunken.

Mega-Einbüße beim Gewinn

Wenn man auf die Zahlen des gesamten ersten Halbjahrs blickt, erkennt man, wie der rennfreie April auf die Formel 1 wirkte. Die Zahlen sind um 15 Prozent von 1,629 Milliarden US-Dollar im Vorjahr zu 1,381 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 eingebrochen. Neben den Einnahmen ist auch der Gewinn zurückgegangen. Im zweiten Quartal 2026 konnte die Königsklasse nur 73 Millionen US-Dollar einnehmen. Im selben Quartal 2025 waren es noch über 200 Millionen US-Dollar mehr.

Die Formel-1-Besitzer hoffen, dass die Zahlen in den folgenden Quartalen besser werden. Im Herbst findet schon fix ein Rennen mehr als geplant statt. Der Bahrain Grand Prix wird in Malaysia nachgeholt. Zudem soll im kommenden Jahr mehr Rennen durchgeführt werden. F1-Boss Stefano Domenicali kündigte zuletzt an, dass zumindest mehr Sprintrennen ausgetragen werden könnten, wenn keine zusätzlichen Rennen ihren Weg in den Kalender finden sollten.

Die Formel-1-Fans erhoffen sich in der zweiten Saisonhälfte einen spannenden WM-Kampf zwischen Mercedes, Ferrari und McLaren. Derzeit führt der Silberpfeil-Pilot Kimi Antonelli die Fahrerwertung an. In den vergangenen Rennen konnten Ferrari und McLaren auf Mercedes etwas aufholen. Ob sie noch näher an Mercedes dran sind, wird beim nächsten Rennen am 23. August im niederländischen Zandvoort zu sehen sein.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden