Krimi

Markaris: Aufstand der Studierenden

Älterer Mann mit Brille und Glatze lächelt, lehnt die Arme aufeinander, trägt dunkles Hemd.
© Regine Mosimann / Diogenes Verla
ZORN DER VERLIERER: Neuer Fall für Kostas Charitos.
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1995 erschien der erste Teil der Krimi-Reihe um Kostas Charitos, Kommissar in Athen. Seit damals musste sich der schrullige Ermittler, der vom griechischen Autor Petros Markaris erfunden wurde, mit vielen Gestalten herumschlagen und heikle Fälle lösen.

Großer Wirbel um Studienrichtungen

Uni. Nun darf Charitos im neuesten Band (es ist bereits der 16.) seine Ermittlungskünste unter Beweis stellen. Zorn der Verlierer spielt im Dunstkreis der Athener Universität, in der ein raues Klima herrscht: Dort stinken die Geisteswissenschaften ab, technische und wirtschaftliche Fächer werden hingegen massiv gefördert. Die Studierenden sind wütend! Immerhin ist die griechische Kultur eng mit dem geistigen Erbe der Menschheit verbunden. Die Lage spitzt sich zu, als ein Mathematikprofessor tot aufgefunden wird.

Buchcover von „Zorn der Verlierer“ von Petros Markaris mit abstrakter Silhouette.
Markaris © Diogenes

Bekennerschreiben

Die Lage scheint eindeutig: Der junge Aufrührer muss es gewesen sein, darauf deutet auch ein Bekennerschreiben hin. Doch für Charitos und Antigoni Ferleki wird bald klar, das Opfer war auch Täter, und die Lage ist nicht eindeutig.

Lernen. Markaris hat hier einen rasanten Krimi geschrieben, der sich mit Bildung auseinandersetzt. Was sollen wir Menschen lernen, welche Fähigkeiten, welches Wissen ist wichtig? Eine runde Krimi-Story, die neben dem Mitfiebern beim Fall auch zum Philosophieren einlädt.

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