Peter Linden

LINDEN LIVE: Austria-Brust ist um 1,5 Mio. € zu haben

PL
Das Fußballteam von Austria Wien posiert vor einem UEFA Conference League-Spiel im Stadion.
© GEPA pictures
Hartberg fand Platz für nicht weniger als 23 Sponsoren.
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Stephan Helm und Philipp Semlic gehen in ihre dritte Saison in der Bundesliga. Sie begannen ihre Trainerjobs bei der Wiener Austria und WSG Tirol jeweils am 1. Juli 2024. Damit sind sie die Dienstältesten der Liga. Die Austria wiederum stellt ein Unikat dar: der einzige Verein, der ohne Sponsor auf der Brust beginnt.

Donnerstag beim Aufstieg gegen Liepaja waren drei Sponsoren auf den neuen Trikots: Wien Holding stand auf dem Rücken, den Hosen, den Stutzen und Ärmeln. Da war Rapid am Tag davor sponsormäßig besser aufgestellt, mit sechs verschiedenen. Die Austria kam in Schwierigkeiten, weil der Hauptsponsor der letzten vier Jahre, Frank Stahl, sich zurückzog.

Damals verlautete aus der violetten Chefetage, es gäbe verschiedene potenzielle Interessenten für die Nachfolge. Abschluss gab es bis jetzt keinen. Ob der Preis für die Austria-Brust zu hoch ist? Wie man hört, ist sie unter 1,5 Millionen Euro nicht zu haben.

Der Rekordhalter unter den Sponsoren bleibt weiter unangefochten Hartberg: beim Saisonstart in Salzburg werden abgesehen vom Bundesliga-Logo und Ausrüster nicht weniger als 23 auf den Dressen sein. Salzburg belässt es bei drei, kann sich das aber viel besser leisten als die Austria.

Drei Fußballspieler im blauen Trikot jubeln auf dem Spielfeld vor Zuschauern.
Hartberg ist die Reklametafel der Bundesliga. © GEPA pictures

Schopp trainiert Sohn und Kollegen-Filius

Hartberg sorgt noch für ein anderes Novum in der Bundesliga-Geschichte: der erste Verein, bei dem der Trainer sowohl seinen Sohn als auch den eines Kollegen aus der Bundesliga im Kader hat. Markus Schopp trainiert sowohl seinen Sohn Konstantin, eine Leihgabe von Mainz 05, als auch Nikolaus Feldhofer, der sich über Hartbergs zweite Mannschaft für die Bundesliga empfahl.

Daher kann und wird es auch passieren, dass beim steirischen Derby Hartberg – GAK Feldhofer gegen die Mannschaft seines Vaters Ferdinand Bälle erkämpft.

Streit um zweieinhalb Stunden lächerlich

In die Kategorie seltsam oder lächerlich fällt der Kampf um die Beginnzeit von WSG Tirols Startspiel gegen Sturm Graz am Tivoli. Die Grazer fordern 14.30 Uhr statt 17 Uhr, um mehr Zeit zur Regeneration für die Qualifikation zur Champions League am Mittwoch gegen Fenerbahce in Istanbul zu haben. TV-Rechtebesitzer Sky bestand aber auf 17 Uhr.

Ob zweieinhalb Stunden mehr wirklich die Chancen von Sturm entscheidend vergrößert hätten? Sky wollte auch unbedingt ein Sonntag-Spiel um 19 Uhr. Das könnte Absicht gewesen sein, damit der ORF nicht alle Spiele der Runde in seiner neuen Sonntag-Sendung, die um 19.20 Uhr endet, zeigen kann.

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