Freudenau

Kreuzfahrtschiff rammt Schleuse - jetzt ermittelt Polizei

Ein Flusskreuzfahrtschiff mit stark beschädigtem Bug liegt an einer Kaimauer in einer Schleuse.
© APA/STADT WIEN | FEUERWEHR
Die "MS Anna Katharina" prallte mit etwa 200 Personen an Bord gegen die Kaimauer der Schleuse Freudenau in Wien. 14 wurden verletzt. Die Wasserpolizei ermittelt: menschliches Versagen oder technischer Defekt?
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Wien. Die Einsatzkräfte, darunter auch die Berufsrettung Wien, die mit der Sondereinsatzgruppe vor Ort war, waren Freitag 4.00 Uhr in der Früh alarmiert worden. Sie überprüften, ob sich keine Passagiere oder Mitglieder der Mannschaft im Wasser befanden, und sicherten das Schiff. Zugleich wurde sichergestellt, dass durch die Kollision keine Löcher und Risse entstanden waren, durch die Wasser eindringen könnte, so die ersten Informationen der Feuerwehr.

Schiffsunfall bei Kraftwerk Freudenau.
Schiffsunfall bei Kraftwerk Freudenau. © APA
An der Schleuse kam es in der Nacht zur Karambolage mit der Kaimauer.
An der Schleuse kam es in der Nacht zur Karambolage mit der Kaimauer. © Feuerwehr Stadt Wien

Rettungssprecher Daniel Melcher berichtete von 14 Patienten, von denen sechs ins Spital gebracht wurden. Glücklicherweise waren alle Verletzungen relativ leicht. Die Betroffenen klagten über Schmerzen im Rücken-, Brust- und Nackenbereich: "Es gab keine Schwerverletzten, niemand war in kritischem Zustand."

Feuerwehr rettet verletzte Person mit einer Trage vom Flusskreuzfahrtschiff M"MS Anna Katharina".
Feuerwehr rettet verletzte Person mit einer Trage vom Flusskreuzfahrtschiff M"MS Anna Katharina". © APA/STADT WIEN | FEUERWEHR

Das "MS Anna Katharina" - ein luxuriöses Flussschiff der Reederei Scylla AG, das unter bulgarischer Flagge fährt -  war gegen 4.00 Uhr stromaufwärts zur Schleuse gekommen. Die Kollision mit Kaimauer und Schleusentor dürfte sehr heftig gewesen sein, wie die erheblichen Schäden am Bug der "MS Anna Katharina" zeigen. Die Berufsfeuerwehr Wien gab Alarmstufe 2 und war mit zahlreichen Einsatzkräften am Ufer und am Wasser vor Ort.

Weitere Einsatzkräfte begaben sich an Bord und bereiteten den Abtransport der Verletzten vor. Da sich das Schiff mehrere Meter unterhalb der Hafenmauer befand, wurden fünf Personen mittels Drehleiter vom Schiff gebracht, zwei mittels Feuerwehrboot ans Ufer gebracht. Die restlichen Personen konnten auf ein anderes Schiff umsteigen. Nach der Sicherung des Schiffes am Ufer wurde der Einsatz der Feuerwehr, die mit 60 Einsatzkräften und 18 Fahrzeugen ausgerückt war, um 6.30 Uhr beendet.

Derzeit laufen die Ermittlungen hinsichtlich des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. oe24-Inf os dürfte es sich jedoch um ein techniosches Problem gehandlet haben, in Folge dessen das Schiff wuasi falsch abgebogen ist. Die genauen Hintergründe, wie es zu dem Unfall kam, sind derzeit also noch unklar.

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