Ein Tor geschossen, 13 kassiert und keinen einzigen Punkt geholt – die Champions-League-Bilanz von Slovan Bratislava ist nach drei Spieltagen ein einziges Debakel. Gegen Paris Saint-Germain (1:6), den VfB Stuttgart (0:3) und die AS Roma (0:4) setzte es für die Slowaken ausschließlich Niederlagen. Damit ziert Slovan vor dem Gastspiel auf der Gugl am Dienstag (ab 21 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) das Tabellenende der Ligaphase. Noch heftiger: Saisonübergreifend gingen sogar alle elf bisherigen Partien in diesem Bewerb verloren. Acht Meistertitel in Serie in der Heimat hin oder her – auf Europas großer Fußballbühne bekommt die Elf von Coach Yaya Touré bislang kein Bein auf den Boden.
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Nach dem Fehlstart gegen AEK Athen (0:1) und Liverpool (3:6) hat der LASK hingegen rechtzeitig die Kurve gekratzt. Der 3:2-Coup bei Sporting war ein echtes Ausrufezeichen und hat den Linzern neues Selbstvertrauen eingeimpft. Dass die Kühbauer-Elf auch in schwierigen Situationen zurückschlagen kann, bewies sie zuletzt gleich doppelt: Gegen Ried verwandelte sie im Cup einen 1:3-Rückstand in einen spektakulären 5:4-Sieg nach Verlängerung, danach wurde die WSG Tirol mit 2:1 bezwungen.
Acht Spiele in 24 Tagen: Kühbauers Elf am Limit?
Der Haken an der Sache: Die Kräfte schwinden langsam. Das Slovan-Duell ist bereits die achte Partie innerhalb von nur 24 Tagen. Doch trotz des dicht gedrängten Spielplans dürfe die Müdigkeit keine Ausrede sein: "Natürlich kostet es Kraft, wenn man alle drei Tage spielt. Aber wir müssen uns gut regenerieren, die Beine frisch bekommen. Es geht vielen Mannschaften so, das soll keine Ausrede sein", betonte Alessandro Schöpf. Immerhin könnte Sasa Kalajdzic nach seiner vorsorglichen Pause wieder für zusätzliche Wucht im Angriff sorgen.
Ganz auf die leichte Schulter nehmen dürfen die Linzer ihren Gegner dennoch nicht. In der slowakischen Liga ist Slovan seit sieben Spielen ungeschlagen und feierte zuletzt einen 2:1-Erfolg bei Podbrezová. Doch sobald die ganz großen Namen warten, geht den Slowaken offenbar die Luft aus. Auch die Österreich-Bilanz ist ernüchternd: Vier Gastspiele, vier Niederlagen und insgesamt 14 Gegentore.
Königsklassen Play-off ist zum Greifen nah
Für den LASK steht einiges auf dem Spiel: Mit einem Heimsieg würden die Oberösterreicher ihre Chancen auf einen Platz unter den Top 24 und damit den Einzug in die K.-o.-Phase deutlich verbessern. Kühbauer erwartet dennoch keinen Selbstläufer und warnt davor, Slovan zu unterschätzen: "Slovan ist ein Gegner auf Augenhöhe. Wir werden alles daran setzen, um sie zu schlagen."
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