Nach Krawallen

Italien will mehr Teenie-Haftplätze bauen

Männliche Hände umklammern Gitterstäbe einer Gefängniszelle.
© Getty Images
Nach den Krawallen in Mailand und Bologna zeigt die italienische Regierung jetzt Härte.
OE24 auf Google bevorzugen

Nach den heftigen Jugend-Ausschreitungen in Mailand macht die Regierung von Giorgia Meloni jetzt eine knallharte Ankündigung.

Gefängnisse platzen aus allen Nähten

Weil die Jugendgefängnisse nach einer historischen Verhaftungswelle – allein in Mailand wurden über 300 Jugendliche verhaftet – völlig aus allen Nähten platzen, zieht Justizminister Carlo Nordio drastische Konsequenzen.

Künftig sollen die Jugendlichen in abgetrennte Bereiche in den Erwachsenenknast einziehen. Dazu soll es aber mehr Haftplätze für Jugendliche geben.

Eltern müssen Schäden schneller bezahlen

Die Regierung verteidigte auch den Einsatz von rund 500 Soldaten, die bis Ende des Jahres in Mailand die Polizei unterstützten sollen. Das sei nötig, denn noch nie habe es so eine Verhaftungswelle von Minderjährigen gegeben, sagte die Regierung gegenüber von Agenturen.

Brisant: In Zukunft sollen Eltern finanziell für die Straftaten ihrer minderjährigen Kinder haften. Bisher mussten die Geschädigten mühsam über den Zivilweg klagen, das ist jetzt vorbei denn der Staat verlangt sofort den Schadensersatz.

Wer bei einer Demonstration als Teil einer Gruppe von mindestens fünf Personen die öffentliche Sicherheit gefährdet, muss künftig mit bis zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 20.000 Euro rechnen. Bei Vermummung oder Verletzten drohen höhere Strafen. Die Behörden können zudem eine zeitnahe Entschädigung für verursachte Schäden anordnen.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden