In der Schweiz

Iraner stoppen Friedensverhandlungen

Ein Mann im Anzug spricht an einem Rednerpult mit Präsidentensiegel vor einem Flugzeug.
© AFP
Wegen einer Trump-Drohung brach der Iran die Friedensverhandlungen vorerst ab - die Delegierten kehrten ins Hotel zurück, nahmen die Verhandlungen aber zunächst nicht auf.
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Nach neuen Drohungen von US-Präsident Trump hat die iranische Delegation den Verhandlungsort auf dem Bürgenstock in der Schweiz verlassen. Das behaupten iranische Staatsmedien.

Laut "Bild"-Bericht seien die Mullah-Verhandler ins Hotel zurückgekehrt. Aber sie hätten die Verhandlungen zunächst nicht wieder aufgenommen. Droht den aktuellen Gesprächen ein vorzeitiges Ende, noch bevor konkrete Ergebnisse erzielt werden konnten? Die Verhandlungen befinden sich derzeit in einem Schwebezustand.

Fünf Männer im Anzug treffen sich beim Lake Lucerne Summit vor Fahnen und einem Konferenztisch.
US-Vizepräsident JD Vance (2. v. l.), der Sonderbeauftragte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff (2. v. r.), und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (r.) treffen sich am 21. Juni 2026 im Luxushotelkomplex Bürgenstock mit Blick auf den Vierwaldstättersee in der Schweiz mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (2. v. r.) und Pakistans Generalstabschef Feldmarschall Asim Munir (l.) im Vorfeld hochrangiger Gespräche, die ein Abkommen zur Beendigung des Nahostkonflikts voranbringen sollen. © APA/AFP/POOL/NATHAN HOWARD

Abzug der iranischen Delegation

Der Grund für den plötzlichen Abzug liegt laut den Berichten aus Teheran an einer Einmischung aus Washington. US-Präsident Trump habe von der Seitenlinie aus eingegriffen. Er soll neue Drohungen gegen das Iran-Regime ausgesprochen haben, was die Mullah-Vertreter offenbar zur Unterbrechung der Gespräche bewegte.

Mehrere Männer im Anzug sprechen vor einer amerikanischen und einer katarischen Flagge.
© EPA

So drohte Trump via Social Media

Trump hatte den Iran gewarnt die Terrorgruppe Hisbollah im Libanon zur Störung der Waffenruhe zu animieren. Er schrieb via "Truth Social": "Der Iran muss seine hochbezahlten Stellvertreter im Libanon umgehend davon abhalten, Unruhe zu stiften. Sollte dies nicht geschehen, werden wir den Iran erneut hart treffen – genau wie letzte Woche, nur noch härter!!!"

Mehrere Männer in Anzügen begrüßen sich bei einem internationalen Gipfeltreffen.
US-Vizepräsident JD Vance (l.) spricht mit dem Sonderbeauftragten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff (2. v. r.), während Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (2. v. l.) Trumps Schwiegersohn Jared Kushner die Hand schüttelt. © APA/AFP/POOL/NATHAN HOWARD

Eklat um Gipfel-Foto

Laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim wollten die US-Vertreter bei den Verhandlungen in der Schweiz ein gemeinsames Foto mit den Iran-Verhandlern. Die Iraner lehnten ein gemeinsames Foto offenbar ab.

Die staatlichen Medien des Irans lieferten zunächst keine weiteren Details über das genaue Vorgehen oder mögliche Bedingungen für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch.

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