Börsen-Attacke

Hacker wollten Wall Street mit Telefontrick knacken

Blick auf das Parkett der New Yorker Börse mit zahlreichen Bildschirmen und wenigen Händlern.
© Getty Images
Hacker haben in den vergangenen Wochen mit einer Welle von Anrufen versucht, in die Netzwerke von Dutzenden führenden US-Finanzunternehmen einzudringen.
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Zu den Zielen gehörten Finanzinvestoren wie Blackstone, KKR und Apollo Global Management, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht von Google und von der Nachrichtenagentur Reuters ausgewerteten Daten hervorgeht. Die Angreifer versuchen, an Passwörter von Mitarbeitern zu gelangen, um Lösegeld zu erpressen.

Reuters konnte nicht feststellen, bei welchen Unternehmen die Angriffe erfolgreich waren.

Die Hacker nutzen dabei eine als "Social Engineering" bekannte Taktik. Sie geben sich in Anrufen bei Mitarbeitern als IT-Abteilung des eigenen Unternehmens aus und drängen die Angesprochenen dazu, ihre Passwörter oder Sicherheitsmerkmale auf einer gefälschten Webseite zu aktualisieren. Geben die Mitarbeiter ihre Daten ein, können die Angreifer diese samt der zur Absicherung nötigen Codes abgreifen und die Konten übernehmen. Experten zufolge zeigt die Vorgehensweise, dass trotz hoch entwickelter Sicherheitsprogramme oft einfache Täuschungen am effektivsten sind.

Dem Bericht zufolge haben die Angreifer, die unter Namen wie "Redact" oder "Pink" auftreten, ihren Fokus zuletzt auf Finanzinvestoren, Anwaltskanzleien und Ratingagenturen verlagert. Zuvor hatten sie es auch auf Firmen wie den Fahrdienstleister Uber und den Jeans-Hersteller Levi Strauss abgesehen. Google zufolge zielen die Hacker auf Branchen, von denen sie sich hohe Lösegeldzahlungen versprechen. Die betroffenen Finanzunternehmen lehnten eine Stellungnahme größtenteils ab oder reagierten nicht auf Anfragen.

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