Streit vor Gericht

Glückspilz knackt Lotto-Jackpot, Ex-Frau fordert Mega-Summe

Nahaufnahme eines Lottoscheins, auf dem mit einem Stift eine Zahl angekreuzt wird.
© Getty Images/Westend61
Ein gigantischer Lottogewinn führt in Italien zu einer rechtlichen Auseinandersetzung. Eine Bankangestellte fordert von ihrem Ehemann einen großen Teil seines Gewinns aus dem SuperEnalotto.
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Der Gewinner sicherte sich beim SuperEnalotto die Summe von 223,2 Millionen Euro vor Abzug der Steuern und erzählte Freunden davon. Dadurch erfuhr seine getrennt lebende Ehefrau von dem Geld und schaltete Juristen ein. Die 48-jährige Bankangestellte fordert laut italienischen Medienberichten 80 Millionen Euro aus dem Gewinn. Ihre Anwälte begründen diesen Anspruch damit, dass das Paar im April 2023 im Güterstand der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft geheiratet hat und die Trennung rechtlich noch nicht wirksam ist.

Gültige Regeln bei einer Scheidung

Das Prinzip der Zugewinngemeinschaft ist auch aus dem deutschen Recht bekannt, wenn kein Ehevertrag vorliegt. Während der Ehe bleiben die Finanzen zwar getrennt, doch bei einer Scheidung wird der finanzielle Zugewinn ermittelt und aufgeteilt. Dies gilt unabhängig davon, wer das Geld erwirtschaftet oder im Glücksspiel gewonnen hat.

Frist und Alternative für Zahlungen

Die rechtlichen Vertretungen der Frau setzten dem Mann eine Frist von zehn Tagen, um auf die Forderung einzugehen. Als Option zu den geforderten 80 Millionen Euro schlugen die Anwälte eine monatliche Unterhaltszahlung von 8000 Euro vor. Darüber berichtete unter anderem die Zeitung "Corriere della Sera".

Rechtsprechung des italienischen Gerichtshofs

Die juristische Argumentation stützt sich auf Entscheidungen des italienischen Kassationsgerichtshofs. Dieser legt fest, dass Lottogewinne in die gesetzliche Gütergemeinschaft fallen. Das gilt auch dann, wenn der Spieleinsatz aus dem eigenen Vermögen nur eines Partners bezahlt wurde.

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