Unglaublich

Fußball-Verband gab Schiris Sex-Massagen aus

Viele Menschen auf einer Tribüne jubeln und halten die Arme beim Fußballspiel in die Höhe.
© Getty Images/Cavan Images RF
Der südkoreanische Fußballverband steht unter massivem Druck. Berichten zufolge wurden ausländischen Schiedsrichtern Besuche in zwielichtigen Massage-Salons bezahlt.
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Neuer Unmut beim südkoreanischen Verband: Nach einer Razzia wegen mutmaßlicher Manipulationen bei der Nominierung von Ex-Nationaltrainer Hong Myung-bo (57) kommen nun weitere Vorwürfe ans Licht. Der Verband soll unparteiischen Kräften vor mindestens sieben Länderspielen Besuche in Massagestudios mit sexuellen Dienstleistungen finanziert haben. Das melden der Fernsehsender JTBC und die Nachrichtenagentur Yonhap. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Jahre 2011 und 2012. Ob die Schiedsrichter danach bevorzugt pfiffen, ist bislang nicht belegt.

Teure Massagen für ausländische Schiedsrichter

Die Enthüllungen basieren auf Kreditkartenabrechnungen sowie Unterlagen einer staatlichen Überprüfung. Ein einziger Termin im Massagestudio soll mehrere hundert Euro gekostet haben. Ein damaliger Funktionär bezeichnete diese Zuweisungen gegenüber JTBC als übliche "Geschenke", die von manchen Referees sogar erwartet wurden. Besonders im Fokus steht das entscheidende WM-Qualifikationsspiel gegen Kuwait im Februar 2012. Auch vor dieser Partie sollen Sex-Massagen bezahlt worden sein. Südkorea gewann das Spiel mit 2:0 und stieg auf. Ob es fragwürdige Pfiffe gab, ist nicht bekannt.

Jahrelange Geheimhaltung durch das Ministerium

Wie aus dem Agenturbericht hervorgeht, waren die Vorgänge dem Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus bereits nach einer Überprüfung im Jahr 2016 bekannt, wurden damals jedoch nicht veröffentlicht.

Ermittlungen rund um Hong Myung-bo

Neben den Bestechungsvorwürfen steht auch die sportliche Führung unter Druck. Nach einer schwachen Weltmeisterschaft und dem Ausscheiden in der Gruppenphase trat Trainer Hong von seinem Amt zurück. Der Verdacht, dass bei seiner Bestellung der reguläre Bewerbungsprozess umgangen wurde, wird derzeit genau untersucht.

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