Als die Zeitumstellung erstmals eingeführt wurde, sollte durch die längere Nutzung des Sonnenlichts während der Sommermonate Kohle für die Rüstungsindustrie gespart werden - es tobte gerade der Erste Weltkrieg. Während des Zweiten Weltkriegs wurde diese Idee erneut aufgegriffen. Nach Kriegsende war es mit der Sommerzeit für Erste wieder vorbei. Bis zur Ölkrise der 1970er-Jahre. Seither stellen wir zweimal im Jahr unsere Uhren vor oder zurück.
Weniger Licht, weniger Energie
Auf den ersten Blick klingt das Ganze logisch: Wir drehen das Licht eine Stunde später auf und verbrauchen folglich weniger Energie. Diese Rechnung stellte schon Will Willett, der als Erfinder der Zeitumstellung gilt, auf und behauptete, man könne so mehrere Millionen Pfund sparen. Und vielleicht hat das damals auch so gestimmt. Heute jedenfalls nicht mehr.
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Sinnloses Unterfangen
Heutzutage hat das Umstellen auf Sommerzeit bestenfalls einen sehr kleinen Effekt, um nicht zu sagen: Er ist verschwindend gering. Je nachdem, wie früh wir aufstehen, drehen wir dann nämlich in der Früh das Licht auf. Klar: Wenn es abends länger hell ist, geht die Sonne morgens später auf.
Es gibt noch einen zweiten Faktor, der vielerorts reinspielt: Je nach Klima heizen wir dann nämlich in der Früh mehr. In den letzten Jahren spielen auch Klimaanlagen eine immer größere Rolle - im Sommer kühlen wir jetzt auch noch länger.
Zusammengefasst kann man also sagen: Die Zeitumstellung bringt keine nennenswerte Ersparnis. Das ist auch kein Wunder: Die Beleuchtung macht rund 1,3 Prozent des Energiesverbrauchs aus, wie eine Studie zum Energieverbrauchs in Österreich aus dem Jahr 2024 belegt.
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