Frauenpolitik

Edtstadler kontert Stocker: "Weiß, wie sehr Frauen gefordert sind"

Ein Mann und eine Frau lächeln bei einer Veranstaltung mit mehreren Menschen im Hintergrund.
© APA/FRANZ NEUMAYR
Salzburger Landeshauptfrau findet klare Worte zum Stocker-Sager über Kinderbetreuung und Familienarbeit
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Der Sager kommt für Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) zur Unzeit. Ausgerechnet bei einer Bürgerveranstaltung in Salzburg war es, als ihr Parteichef und Kanzler Familienarbeit - konkret Kinderbetreuung - nicht als Arbeit bezeichnete. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich", so Stocker. "Familie ist nicht in bezahlter Arbeit zu rechnen. Wenn wir Familien als "Business Case" sehen, wenn wir Familien als Rechenbeispiel begreifen, dann ist das ein anderes Familienbild als das, das ich habe", so Stocker weiter.

Und das alles zu einer Zeit, in der Edtstadler eine Sommerkampagne im Land fährt - so ist die "Landeshauptfrau mittendrin" beim Stallausmisten oder sogar bei Spenglerarbeiten zu sehen.

Edtstadler korrigiert Kanzler

Nach dem Aufschrei aus praktisch allen Parteien äußerte sich Edtstadler gegenüber oe24 jetzt auch klar - und setzt sich von Stockers Ansichten doch deutlich ab: "Als ehemals alleinerziehende Mutter weiß ich, wie sehr Frauen gefordert sind und wie schwierig es ist, die Betreuung für Kinder sicherzustellen. Meine Hochachtung gilt allen Müttern, aber auch Vätern, die liebevoll ihre Kinder betreuen. Unsere Aufgabe ist es, Familien zu unterstützen und ihnen die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten." Bezeichnender Nachsatz in Richtung des Parteichefs: "Dafür steht die ÖVP."

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