Aufgeklärt

Diesen Sinn hat das Plastikteil am Ladekabel

Ladekabel mit Entstörfilter.
© Getty Images
Was viele sich schon lange fragen: Was ist das für eine komische zylinderförmige Verdickung am Kabel?
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Die Welt der Ladekabel ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln: USB-C, Lightning, Micro-USB und USB-A oder USB-B sagen den meisten Anwendern herzlich wenig. Das macht eigentlich nichts, solange wir wissen, welches Kabel zu welchem Gerät passt und in welchen Anschluss es gehört.

Was ist denn das?

Auch ein kleines Detail an vielen Kabeln nehmen viele einfach hin und hinterfragen den Sinn nicht. Andere fragen sich hingegen schon lange, was das zylinderförmige Plastikteil an vielen Kabeln, etwa für Laptops oder Monitore, eigentlich soll. Ist es eine Frage des Designs? Oder hat es doch irgendeinen tieferen Sinn?

Die Antwort lautet ...

Bei der seltsamen Verdickung handelt es sich um einen sogenannten Entstörfilter. Meistens ist es ein Ferritkern, Klappferrit oder Mantelwellenfilter. Er ist notwendig, weil moderne Netzteile mit sehr hohen Schaltfrequenzen arbeiten. Dadurch entstehen hochfrequente elektromagnetische Störungen.

Ohne diesen Entstörfilter würde das lange Kupferkabel wie eine Antenne wirken und hochfrequente Störungen abfangen oder Störsignale aus der Umgebung auffangen. Der Ferritkern wandelte diesen hochfrequenten Störstrom in winzige Mengen Wärme um.

So reagieren deine Geräte

Was würde ohne diesen Entstörfilter passieren? Es kann zu störenden Geräuschen wie einem Brummen oder Pfeifen im Auto kommen, etwa wenn man das Handy über den Zigarettenanzünder lädt. An Audio-Geräten oder dem PC kann ein Surren oder Knacken entstehen und Monitore können flackern, Bildfehler anzeigen oder kurz schwarz werden, wenn ein Ladekabel in der Nähe angeschlossen wird.

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