Wandern & Meerblick

Die besten Inseln in Europa für Aktivurlaub im Herbst

Person wandert auf Pfad mit Holzgeländer, im Hintergrund ein Kratersee und grüne Berge.
© Getty Images/iStockphoto
Im Herbst beginnt für viele die perfekte Zeit für Aktivurlaub. Die große Sommerhitze ist vorbei, die Temperaturen sind angenehmer und gleichzeitig lässt sich an vielen Inseln in Europa noch Sonne tanken.
OE24 auf Google bevorzugen

Der Herbst muss nicht bedeuten, dass die Urlaubssaison vorbei ist. Gerade für alle, die im Urlaub mehr erleben als nur am Strand zu liegen, kann die Zeit ab September sogar angenehmer sein. Auf vielen südlichen Inseln ist es weiterhin warm, während Wanderungen durch Berge, Schluchten und Wälder bei moderateren Temperaturen deutlich angenehmer werden.

1. Kreta: Durch die Samaria-Schlucht

Schmale Holzbrücke führt durch die felsige Samaria-Schlucht mit türkisfarbenem Wasser auf Kreta.
Samaria Gorge. Crete, Greece © Getty Images

Kreta ist ein echtes Multitalent für Aktivurlauber:innen. Die griechische Insel bietet Berge, Schluchten, Küsten und natürlich weiterhin die Möglichkeit, zwischendurch ins Meer zu springen. Eines der Highlights ist die Samaria-Schlucht in den Weißen Bergen. Sie gilt als eine der bekanntesten Wanderstrecken Kretas und führt durch eine spektakuläre Landschaft mit steilen Felswänden und abwechslungsreicher Vegetation. Auch die griechische Tourismusbehörde nennt die Samaria-Schlucht ausdrücklich als Paradies für Wanderfans. Mit rund 16-18km Länge ist die Strecke relativ lang und erfordert um die fünf bis sieben Stunden Gehzeit. Generell handelt es sich hier um eine mittelschwere bis eher anstrengende Route und sollte daher nicht ohne gute Trittsicherheit und feste Wanderschuhe gewandert werden. Der Herbst ist für Wanderungen in Griechenland generell eine attraktive Jahreszeit: Das offizielle Tourismusportal nennt den späten September bis Mitte November als besonders geeigneten Zeitraum für Wanderungen, da die Temperaturen dann milder sind.

2. Teneriffa: Zum höchsten Berg Spaniens

Felsformationen und Wanderweg mit Blick auf den schneebedeckten Teide auf Teneriffa.
El Teide, Nationalpark auf Teneriffa © Getty Images/500px Plus

Auf Teneriffa wartet mit dem Teide ein echtes Highlight für Aktivurlauber:innen. Der Vulkan ist mit 3.715 Metern der höchste Gipfel Spaniens und das Zentrum des gleichnamigen Nationalparks. Rund um den Teide gibt es zahlreiche Wanderwege durch eine Landschaft, die eher an einen anderen Planeten als an eine klassische Ferieninsel erinnert. Besonders spannend ist die Höhenwanderung, allerdings sollten Sie die Höhe und die deutlich anderen Bedingungen im Gebirge nicht unterschätzen. Und wichtig für alle, die tatsächlich bis zum Gipfel möchten: Für den Zugang zum letzten Abschnitt, dem Weg Telesforo Bravo von La Rambleta zum Gipfel, ist eine Genehmigung erforderlich. Die Vergabe erfolgt über das Reservierungssystem der Nationalparks. Wer also den höchsten Punkt erreichen möchte, sollte die Genehmigung rechtzeitig organisieren. Empfehlungen liegen hier bei drei Monaten im Voraus.

3. Azoren: Grünes Wanderparadies

Wanderer blickt auf See mit Wasserfällen und grünen Bergen auf Flores, Azoren.
Wanderer blickt auf See mit Wasserfällen und grünen Bergen auf Flores, Azoren. © Getty Images

Wer Natur statt klassischem Mittelmeerurlaub sucht, sollte die Azoren auf dem Radar haben. Der portugiesische Archipel besteht aus neun Inseln und bietet ein dichtes Netz offiziell klassifizierter Wanderwege. Die Wege führen unter anderem entlang der Küste, durch Hochland und vulkanisch geprägte Landschaften. Auf dem offiziellen Wanderportal können Touren nach Insel, Schwierigkeit und Länge ausgewählt werden, von einfachen Routen bis zu anspruchsvollen Tagestouren. Besonders spannend sind São Miguel, Flores oder São Jorge, wenn Sie gerne durch sattgrüne Landschaften, an Seen und entlang spektakulärer Küsten unterwegs sind.

Baden gehört hier allerdings eher zum Abenteuer als zum klassischen Strandurlaub: Neben natürlichen Badeplätzen und Buchten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, nach einer Wanderung ins Atlantikwasser zu springen.

4. Madeira: Wandern am Atlantik

Frau wandert am Abend auf steinigem Bergpfad zwischen grünen Hügeln und Felsen auf Madeira.
Frau wandert am Abend auf steinigem Bergpfad zwischen grünen Hügeln und Felsen auf Madeira. © Getty Images

Madeira ist geradezu prädestiniert für einen Aktivurlaub. Berge, Meer, Wasserfälle und dichte Wälder wechseln sich auf engem Raum ab – und machen die Insel zu einem der bekanntesten Wanderziele Europas. Ein Klassiker sind die Levadas, die historischen Bewässerungskanäle, entlang derer zahlreiche Wanderwege verlaufen. Besonders eindrucksvoll ist etwa die Levada do Rei durch die Laurissilva-Landschaft oder die Levada do Alecrim im Gebiet Rabaçal. Wichtig für die Planung: Seit 1. Januar 2026 ist für alle klassifizierten PR-Wanderwege auf Madeira eine Reservierung über das SIMplifica-Portal erforderlich. Außerdem sollten Sie vor jeder Tour den aktuellen Status des jeweiligen Weges kontrollieren, da Wege wetterbedingt eingeschränkt oder geschlossen sein können. Und wenn nach der Wanderung noch Energie übrig ist? Dann geht es an die Küste, in einen Naturpool oder ins Meer.

5. Dalmatien: Kroatiens Küste von oben entdecken

Zwei Wanderer stehen auf einem felsigen Pfad mit Blick auf die Adriaküste und Split in Kroatien.
Zwei Wanderer stehen auf einem felsigen Pfad mit Blick auf die Adriaküste und Split in Kroatien. © Getty Images

Auch Dalmatien ist im Herbst eine spannende Adresse für Aktivurlaub. Die Region rund um Split, Makarska und die dalmatinischen Inseln verbindet Meer und Berge auf besonders engem Raum. Die kroatische Tourismuszentrale listet allein für die zentraldalmatinischen Inseln Brač, Hvar, Vis und Šolta 22 ausgewiesene Wanderwege mit insgesamt 159 Kilometern. Auch das Hinterland bietet zahlreiche Möglichkeiten: Rund um den Biokovo-Naturpark, Mosor, Kozjak und die Cetina finden sich Wander- und Outdoor-Routen mit spektakulären Ausblicken über die Adriaküste. Der große Vorteil des Herbstes: Nach der Hauptsaison wird es ruhiger, während das Meer häufig noch warm genug für einen Badestopp ist. Auch die kroatische Tourismusbehörde bewirbt den Herbst ausdrücklich als Reisezeit für Outdoor-Aktivitäten.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden