Beauty-Beben
ChatGPT schminkt uns jetzt? L'Oréal und OpenAI verkünden Partnerschaft
Klassische Suchmaschinen wie Google und Co. bekommen seit einiger Zeit ernsthafte Konkurrenz: Konsumenten starten ihre Suche zunehmend direkt über intelligente Chatbots. Wer heute wissen will, welche Creme wirklich hilft, fragt immer öfter schlaue Chatbots. Diesen Trend hat auch L'Oréal erkannt und läutet jetzt die Ära des "Agentic Commerce" (Roboter-Handel) ein.
Lippenstift testen direkt im Chat?
Die Partnerschaft verfolgt spannende Ansätze, die das Einkaufen im Netz völlig neu definieren:
Virtuelles Try-on
Maybelline New York wird dank der eigenen ModiFace-Technologie von L'Oréal virtuelle Make-up-Tests direkt in ChatGPT integrieren. Kunden können so mit der KI in Echtzeit neue Looks entdecken und direkt ausprobieren.
Bessere Sichtbarkeit
In den USA wird die Auffindbarkeit von L’Oréal-Luxusmarken wie Lancôme und Kérastase innerhalb von ChatGPT gezielt nach vorne gepusht.
KI-basierte Werbung
Es wird noch verrückter: SkinCeuticals, CeraVe und Garnier nehmen an einem globalen ChatGPT-Werbepilotprojekt teil. Die KI serviert uns künftig genau dann die passende Produkt-Empfehlung, wenn wir im Chat über unsere Hautprobleme klagen.
Mit "GPT-Rosalind" das Hautmikrobiom analysieren
Die Integration von Künstlicher Intelligenz endet jedoch nicht beim Marketing auf, denn L'Oréal will auch die Pflege revolutionieren.
Dabei spielt La Roche-Posay die Hauptrolle. Die Marke holt sich GPT-Rosalind ins Labor, ein Super-KI-Modell von OpenAI, das extra für die Biowissenschaften entwickelt wurde. Die KI soll das komplexe Mikrobiom unserer Haut (Millionen von winzigen Bakterien!) in Rekordzeit entschlüsseln. Diese Forschung soll den Grundstein für die nächste Generation natürlicher und effektiver Hautpflegeprodukte legen.
KI im gesamten Konzern
L’Oréal ist entschlossen, Künstliche Intelligenz tief in die eigene Unternehmens-DNA einzuweben. Bereits jetzt wurden rund 73.000 Mitarbeiter in generativer KI geschult und mit internen Tools wie L’OréalGPT sowie persönlichen KI-Assistenten ausgestattet.
Auch die konzerneigene Plattform für Content-Generierung, CreAItech, profitiert von dem Deal und wird künftig durch das neueste Modell von OpenAI angetrieben. Damit lassen sich in Zukunft Bild- und Videoinhalte generieren, die Markenhistorie und menschliche Kreativität perfekt miteinander verbinden.
Der Kampf um die KI-Vorherrschaft im Luxus-Segment
Diese Entwicklung zeigt deutlich: Die großen Kosmetik- und Luxuskonzerne befinden sich in einem Wettlauf um die besten KI-Technologien. Während L’Oréal nun auf die Stärken von OpenAI setzt, hat beispielsweise der französische Konkurrent LVMH bereits eine weitreichende Partnerschaft mit Google Cloud geschlossen. Eines ist sicher: Der Beauty-Markt der Zukunft wird smarter, personalisierter und digitaler denn je.
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