Ex-DFB-Trainer

"Bumerang" : Matthäus mit düsterer Nagelsmann-Prognose

Ein Mann im schwarzen Hemd blickt ernst, unscharfer Hintergrund mit blau-weißen Farbtönen.
© Getty Images
Julian Nagelsmann wird in Deutschland wohl keinen Top-Job bekommen.
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Julian Nagelsmann ist nach seinem Aus als Bundestrainer auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Geht es nach Lothar Matthäus, sollte sich der 39-Jährige dabei allerdings vor allem im Ausland umsehen. Einen Spitzenjob bei einem deutschen Klub hält der Rekordnationalspieler derzeit für eher unwahrscheinlich.

"Ich glaube nicht, dass Nagelsmann so schnell einen Top-Job in Deutschland bekommt", schreibt Matthäus in seiner Kolumne für den TV-Sender Sky. Der ehemalige Weltmeister sieht für Nagelsmann im Ausland sogar bessere Chancen. "Hier steht er unter größerer Beobachtung als im Ausland", erklärt Matthäus.

Dabei stellt der 65-Jährige klar, dass seine Einschätzung nicht persönlich gemeint sei. "Niemand will ihm persönlich was Böses, auch ich nicht", betont Matthäus. Gleichzeitig sieht er einen entscheidenden Punkt, der Nagelsmann bei einer Rückkehr in die Bundesliga zum Verhängnis werden könnte.

"Sehr eingeschnappt"

Der frühere Bayern-Profi kritisiert den Umgang des Ex-Bundestrainers mit öffentlicher Kritik. Nagelsmann habe "in der jüngsten Vergangenheit zu empfindlich auf Kritik reagiert und war teilweise sehr eingeschnappt". Genau das könne sich bei einem neuen Engagement in Deutschland als Bumerang erweisen.

Denn der Druck bei einem deutschen Spitzenklub wäre enorm. "Im Profifußball gibt es Kritik, wenn die Ergebnisse nicht stimmen oder kein attraktiver Fußball gespielt wird", schreibt Matthäus. "Bei Julian war beides der Fall."

Nagelsmann hatte seinen Posten als Bundestrainer nach dem frühen WM-Aus aufgegeben. Obwohl sein Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund ursprünglich noch bis 2028 lief, einigten sich beide Seiten auf eine vorzeitige Trennung. Inzwischen steht mit Jürgen Klopp bereits sein Nachfolger fest.

Für Nagelsmann beginnt damit eine neue Phase seiner Karriere. Nach Stationen bei Hoffenheim, RB Leipzig, Bayern München und der Nationalmannschaft könnte der nächste Schritt erstmals ins Ausland führen. Matthäus hält diesen Weg offenbar für die bessere Option – zumindest vorerst.

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