Opfer: "Rassismus"
Bürgermeister holte Burkini-Trägerin in Bad aus Wasser
Tirol. Ein Streit in einem Tiroler Freibad eskalierte: Eine Türkin wurde aufgrund ihres Burkinis gezwungen, das Wasser des Naturbades Badino in Vorderhornbach am vergangenen Samstag zu verlassen. Über den Vorfall berichtete die "Tiroler Tageszeitung".
Für die Betroffene ist das Schwimmverbot ein klarer Fall von Rassismus. Die Verantwortlichen des Bades konterten hingegen mit "Hygienevorschriften", die nicht gewährleistet wären.
Die Frau hatte das Naturbad mit ihren beiden Kindern im Alter von 17 und 18 Jahren besucht. Diese waren in normaler Kleidung unterwegs. Die Österreicherin mit türkischen Wurzeln selbst habe aber aus religiösen Gründen einen Burkini getragen.
Gleich nachdem sie das Becken betreten hatte, habe der Bademeister, der auch Bürgermeister des Ortes ist, sie aufgefordert, das Wasser aus hygienischen Gründen zu verlassen.
Auch interessant
Besucherin verließ das Bad
Selbst als die Besucherin damit argumentierte, dass ihre Kleidung aus dem gleichen Material wie andere Badeanzüge hergestellt werde, ließ der Bürgermeister nicht ab, woraufhin sie in Tränen ausgebrochen war.
Ihr Sohn habe dann aber dem Bademeister Schläge angedroht. Passiert wäre aber nichts.
Als sie nach dem Eklat das Freibad verlassen wollte, bekam sie laut Bericht ihr Eintrittsgelkd zurück. Dabei habe sie noch gesagt, dass sie den Fall öffentlich machen würde, woraufhin der Bademeister sie laut ihren Aussagen doch wieder hineinlassen wollte - was der Orts-Chef allerdings dementiert.
Nach dem Eklat wurde am Eingang des Bades jetzt ein Schild angebracht. Darauf wird darauf hingewiesen, dass nur "übliche Badebekleidung erlaubt ist".
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden