Wall Street

Börsen-Knaller: Dow Jones knackt nächsten Rekord

Blick auf das Parkett der New Yorker Börse mit zahlreichen Bildschirmen und wenigen Händlern.
© Getty Images
Die am Vortag begonnene Rekordjagd der US-Indizes Dow Jones und S&P-500 ist am Mittwoch in die nächste Runde gegangen.
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Allerdings ließ der Schwung im Handelsverlauf teils deutlich nach. Weiterhin stützte die Hoffnung auf eine Lösung im Iran-Krieg die Kurse. Die Vereinigten Staaten, der Iran und der Oman stehen dem US-Portal "Axios" zufolge kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormuz.

Während der Dow Jones nach neuen Rekordhoch mit plus 0,49 Prozent bei 54.349,12 Einheiten aus dem Handel ging, schloss der S&P-500 nach seinen initialen Zuwächsen um 0,17 Prozent bei 7.723,55 Zählern tiefer. Der Nasdaq Composite reduzierte sich um 0,83 Prozent auf 26.363,44 Punkte.

Indes befand sich die Saison der Quartalsbilanzen in vollem Gang. So hatte der Biotechkonzern Amgen nach einem starken zweiten Quartal erneut die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Damit zogen dessen Aktien an der Dow-Spitze um 4,6 Prozent an.

Der Entertainmentkonzern Walt Disney hatte im abgelaufenen Quartal von einem guten Geschäft seiner Freizeitsparte sowie vom Videostreaming profitiert. Dies goutierten die Anleger mit einem Plus in Höhe von 3,7 Prozent.

Mit Blick auf den Technologie-Sektor ragte der Kursrutsch bei den Aktien von SpaceX in Höhe von 13,6 Prozent negativ heraus. Tech-Milliardär Elon Musk hatte für seine Weltraum- und KI-Firma mit einer erneut wagemutigen Aussage die Marke von einer Billion US-Dollar Jahresumsatz in Aussicht gestellt. Auch bekräftigte er Pläne, Rechenzentren in die Umlaufbahn zu bringen und großen Telekommunikationsanbietern über den Satelliten-Internetdienst Starlink Konkurrenz zu machen. Doch diesmal kauften die Investoren Musk die großen Versprechen nicht ab.

Papiere von AMD verloren sieben Prozent, weil der Chip-Hersteller hochgesteckte Erwartungen nicht erfüllen konnte. Analysten hatten sich noch optimistischere Aussagen mit Blick auf die Aussichten rund um Künstliche Intelligenz erhofft. Der Experte Ingo Wermann von der DZ Bank wies zudem darauf hin, dass Musk künftig nur noch auf Prozessoren des Wettbewerbers Nvidia setzen wolle.

Am Dow-Ende büßten die A-Aktien der Google-Mutter Alphabet vier Prozent ein. Der Suchmaschinenbetreiber Google verliert im Zuge einer tiefgreifenden Umstrukturierung einige seiner prominentesten KI-Experten. Dies lässt gerade jetzt, da sich der Wettbewerb verschärft, Zweifel an der technologischen Führerschaft in einem entscheidenden Wachstumsbereich aufkommen.

Die Anteilscheine von Booking Holdings gewannen fast sieben Prozent. Die Anleger reagierten positiv auf die Buchungslage bei dem Online-Reiseportal.

Die Anteilscheine von Shopify schnellten um 17 Prozent in die Höhe. Das E-Commerce-Unternehmen hatte mit seinem Umsatz im dritten Geschäftsquartal positiv überrascht. Dies bestärkte die Annahme, dass das Unternehmen nur in begrenztem Umfang von der Verdrängung durch Künstliche Intelligenz betroffen sein dürfte.

Aus dem Pharmabereich hob sich Eli Lilly mit einem Anstieg um fast fünf Prozent positiv vom europäischen Konkurrenten Novo Nordisk ab, bei dem Anleger enttäuscht auf eine erhöhte Prognose reagiert hatten. Bei den Amerikanern war die Reaktion auf ein erneut angehobenes Umsatzziel wegen Gewichtssenkern deutlich besser.

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